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USA-Iran-Krieg: Trump ermahnt Israel nach Angriff im Libanon

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Trump ermahnt Israel nach Angriff im Libanon +++ Syrien: Planen keine Beteiligung am Krieg

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
14.06.2026, 17:4414.06.2026, 17:44
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17:43
Trump ermahnt Israel nach Angriff im Libanon
US-Präsident Donald Trump hat den Gegenangriff Israels im Libanon verurteilt. Der Angriff bei Beirut hätte nicht stattfinden dürfen, «insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit dem Iran so nahe sind», schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.

Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels griff die israelische Luftwaffe am Sonntag erneut Ziele im Raum der libanesischen Hauptstadt Beirut an.

Trump schrieb, Israel habe das Recht, sich gegen Bedrohungen zu verteidigen, jedoch sei die Attacke, auf die das Land reagiert habe, bedeutungslos gewesen - niemand sei getötet oder verletzt worden.

Trump rief zugleich alle Seiten auf, sich zurückzuhalten. Man stehe kurz davor, ein Abkommen mit dem Iran zu schliessen, das Frieden für die Region - den Libanon eingeschlossen - bringen würde. Es solle keine Angriffe Israels mehr irgendwo im Libanon geben, schrieb der US-Präsident weiter, und es solle auch keine Angriffe anderer Parteien, einschliesslich der Hisbollah, gegen Israel mehr geben.

Der Iran hatte nach den israelischen Angriffen bei Beirut die mögliche Einigung auf ein Rahmenabkommen mit den USA infrage gestellt. Die iranischen Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - drohten Israel mit Gegenschlägen.

Eigentlich hatte Trump eine Unterzeichnung eines Rahmenabkommens für diesen Sonntag, an dem er selbst seinen 80. Geburtstag feiert, in Aussicht gestellt. Ein solches Abkommen würde zunächst vertiefte Verhandlungen für ein mögliches Ende des Krieges mit sich bringen. Am 28. Februar hatten die USA und Israel den Krieg gegen den Iran begonnen. Seit April gilt eine Waffenruhe. Es kam jedoch immer wieder zu gegenseitigen Angriffen. (sda/dpa)

15:34
Syrien: Planen keine Beteiligung am Krieg im Libanon
Syrien plant nach Worten von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa keine Beteiligung am Krieg im benachbarten Libanon zwischen der Hisbollah und Israel. Die Gerüchte über einen Einmarsch Syriens im Libanon seien falsch, sagte al-Scharaa gestern in Damaskus der Staatsagentur Sana zufolge. «Wir unterstützen ein Ende des Kriegs, eine Stärkung der Institutionen, die Schmiede wirtschaftlicher Verknüpfungen und eine Beruhigung der Lage im Libanon.» Viel wichtiger sei für Syrien aktuell die Frage der schätzungsweise 1,5 Millionen syrischen Flüchtlinge im Libanon.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt eine mögliche Beteiligung Syriens am Krieg Israels gegen die Hisbollah erwähnt. Die USA könnten dem Libanon helfen mit gezielteren Angriffen gegen die Miliz, «oder wir können Syrien empfehlen». Syrien habe einen «guten Anführer» und bringe die Lage im eigenen Land sehr erfolgreich unter Kontrolle, sagte Trump - eine Anspielung auf den Sturz des früheren syrischen Machthabers Baschar al-Assad, der mit dem Iran und der Hisbollah verbündet war.

Die Regierung von Syriens Übergangspräsident al-Scharaa sucht die Nähe zu arabischen Staaten, den USA und weiteren Ländern des Westens. Gegenüber dem Iran, dem wichtigsten Unterstützer der Hisbollah, wie auch zu Israel ist Damaskus eher auf vorsichtige Distanz gegangen.

Die Beziehungen zwischen Syrien und dem Libanon sind seit Jahrzehnten von Spannungen und teils schweren Konflikten geprägt. Syrische Truppen waren während des Bürgerkriegs im Libanon (1975-1990) in das Nachbarland einmarschiert und offiziell erst 2005 abgezogen. Syriens Regierung hatte dort in dieser Zeit massiven Einfluss auf Politik, Militär und Sicherheitsbehörden. (sda/dpa)

12:52
Israel greift nach Hisbollah-Attacke Vororte Beiruts an
Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels hat die israelische Luftwaffe erneut Ziele in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Es seien «Terrorziele» der Hisbollah in den als Dahija bekannten südlichen Vororten beschossen worden, hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. «Der Angriff erfolgte als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah.» Nach libanesischen Angaben wurde mindestens ein Mensch getötet.

Die israelische Armee teilte mit, es sei ein Kommandozentrum der Hisbollah in Beirut angegriffen worden. Es seien Schritte unternommen worden, um mögliche Schäden für Zivilisten zu minimieren, einschliesslich des Einsatzes von präziser Munition und Luftaufklärung.

Die libanesische Staatsagentur NNA berichtete von mindestens einem Todesopfer und vier Verletzten. Augenzeugen sagten, in dem getroffenen Gebäude habe die Hisbollah ein Büro gehabt.

Arabische Fernsehsender zeigten Bilder eines Luftangriffs in dem Gebiet. Dabei stiegen hohe Rauchwolken auf. Anwohner berichteten örtlichen Medien zufolge von mindestens zwei Explosionen. Es gab zunächst keine Informationen zu möglichen Opfern.

Die Hisbollah hatte zuvor nach israelischen Militärangaben erneut den Norden Israels mit mehreren Sprengstoff-Drohnen angegriffen. Das israelische Militär teilte mit, es habe zwei Einschläge auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon gegeben. Niemand sei verletzt worden.

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich forderte daraufhin Gegenangriffen in Dahija. Vor einer Woche hatte Israel die Vororte bereits als Reaktion auf Hisbollah-Raketenfeuer auf den Norden des Landes angegriffen. Daraufhin reagierte der Iran mit Raketenangriffen auf Israels Norden. (sda/dpa)
10:39
Iran: Cyber-Angriff auf staatliche Banken
Nach einem Cyberangriff auf mehrere staatliche Banken im Iran sind elektronische Dienstleistungen massiv gestört worden. Online-Zahlungen fielen zeitweise vollständig aus. Der Banken-Koordinationsrat des Landes bestätigte laut Wirtschaftsportal Eghtesad-News die Vorfälle. Das Problem sei inzwischen aber behoben und der Onlineverkehr wieder normalisiert.

In Teheran berichteten zahlreiche Augenzeugen, dass in Supermärkten, Restaurants und auch an Tankstellen plötzlich keine Online-Zahlungen mehr möglich waren. Viele Beträge wurden daraufhin notiert, um sie später zu begleichen. Betroffen waren insbesondere vier grosse staatliche Banken sowie zahlreiche Geldautomaten in der Hauptstadt.

Eine iranische Hackergruppe hatte bereits am Samstag einen Angriff angekündigt. «Ein stiller Krieg entfaltet sich und Iran steht unter Cyberangriff», erklärte die Gruppe Black Wolves auf ihrem Telegram-Kanal. Bereits 2022 war es während der Frauenproteste zu einem massiven Angriff auf die iranische Zentralbank gekommen. Auch die Überwachungskameras des berüchtigten Ewin-Gefängnisses in Teheran wurden damals gehackt und Aufnahmen veröffentlicht, die gewalttätige Übergriffe von Wachpersonal auf politische Gefangene zeigten. Die Hackerangriffe gelten als Form des digitalen Protests gegen das islamische System im Iran. (sda/dpa)
8:37
Hisbollah beschiesst Israels Norden mit Sprengstoff-Drohnen
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben erneut den Norden Israels mit Sprengstoff-Drohnen angegriffen. Das israelische Militär teilte mit, es habe zwei Einschläge auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon gegeben. Niemand sei verletzt worden. Zuvor hatten in mehreren Orten an der Nordgrenze Warnsirenen geheult. Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, eine Drohne sei im Bereich des Grenzorts Schlomi eingeschlagen. Von der Hisbollah gab es zunächst keine Reaktion.

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich schrieb dazu in einem Post auf der Plattform X, der Angriff sei ein Test der «Dahija-Doktrin», die Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt habe. Dahija sind die Vororte Beiruts, die als Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz gelten. Dort leben auch viele Zivilisten. Vor einer Woche hatte Israel die Vororte als Reaktion auf Hisbollah-Raketenfeuer auf den Norden des Landes angegriffen. Daraufhin reagierte der Iran mit Raketenangriffen auf Israels Norden.

Smotrich forderte von Netanjahu, «noch heute» Gebäude in Dahija zu zerstören. «Wir befinden uns in entscheidenden Tagen für die Gestaltung der Region auf viele Jahre hinaus», schrieb der rechtsextreme Minister. «Wir haben den Bewohnern des Nordens Sicherheit versprochen – und dieses Versprechen müssen wir einhalten!»

Der mit der Hisbollah verbündete Iran will als Teil eines Rahmenabkommens mit den USA zur Beendigung des Iran-Kriegs auch eine Waffenruhe im Libanon erreichen. Israel ist jedoch strikt gegen eine solche Verbindung der beiden Fronten. Im Libanon strebt Israel eine Zerstörung der Hisbollah und eine Friedensregelung mit der Regierung an. Die Hisbollah fordert unter anderem einen vollständigen Abzug israelischer Bodentruppen aus dem Land. (sda/dpa)
15:57
Iran plant Chameneis Beisetzung am 9. Juli
Mehr als hundert Tage nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei soll nun während des islamischen Trauermonats Muharram das Begräbnis stattfinden. Die offizielle Beisetzung des getöteten religiösen und politischen Oberhaupts ist für den 9. Juli in Chameneis Geburtsstadt Maschhad im Nordosten Irans geplant - neben dem Mausoleum von Resa, dem achten schiitischen Imam.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sollen jedoch bereits am 4. und 5. Juli Millionen Menschen in der Hauptstadt Teheran sowie am 6. Juli in der schiitischen Pilgerstadt Ghom Abschied von dem Ajatollah nehmen. (sda)
13:58
Pakistan verkündet baldige Vereinbarung
Im Krieg zwischen den USA und dem Iran schürt der Vermittler Pakistan weiter Hoffnungen auf den baldigen Abschluss eines Abkommens. Nun stellt Premierminister Shehbaz Sharif in Aussicht, dass «in den nächsten 24 Stunden» mit einem Abkommen zu rechnen sei.

«Da mit der Finalisierung voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden zu rechnen ist, bereitet sich Pakistan auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor», schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X. Auch bereite man sich auf Gespräche auf technischer Ebene in der kommenden Woche vor.



«Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor», erklärte Sharif. «Wir sind zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird.»

Im Raum steht, dass das Abkommen zur Beendigung des Kriegs in Genf unterzeichnet werden könnte – am Rand des G7-Gipfels, der am Montag im nahen Evian (F) beginnt und zu dem auch US-Präsident Donald Trump erwartet wird. (sda/dpa)
11:20
Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten im Südlibanon an
Die israelische Armee hat die Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Zugleich meldete die Arme mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Nordisrael seit dem Freitagabend.

Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.
Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst unklar.

Hisbollah greift wiederholt den Norden Israels an

Die israelische Armee berichtete zuvor mehrfach von Luftalarm in Nordisrael nach mutmasslichen Drohnenangriffen der Hisbollah. Betroffen gewesen seien unter anderem die Grenzorte Metula und Misgav Am.(sda/dpa)
8:15
Bericht: Iran hat Uranlager versiegelt und Minen verlegt
Trotz umfangreicher US-amerikanischer und israelischer Angriffe sind möglicherweise wichtige Teile von Irans Uranvorräten weiterhin intakt und unerreichbar. Das berichtet CNN am Samstag. Satellitenbilder deuten demnach darauf hin, dass der Iran vor den Angriffen Zugänge zu unterirdischen Tunnelanlagen absichtlich zum Einsturz gebracht und Eingänge mit Sprengminen versehen habe, in denen hoch angereichertes Uran gelagert sein könnte. Experten vermuten, dass dies ein Hinweis darauf ist, dass dort weiterhin wertvolles Material aufbewahrt wird.

CNN schreibt: «Selbst für die Iraner selbst, so mehrere Quellen, wäre es nun schwierig und gefährlich, das angereicherte Material zu entfernen. Dazu wären schwere Bagger und Minenräumarbeiten erforderlich – was schwierig und riskant ist.» (lak)


Satellitenbilder zeigen am 11. November 2025 einen Überblick über einen in felsiges Gelände gehauenen Tunnelkomplex in der Nähe eines bebauten Geländes in Isfahan, Iran.
17:37
Iran sagt: Abkommen in greifbarer Nähe
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi sieht ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA in greifbarer Nähe. «Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss», schrieb Araghtschi auf X. «Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten», fügte er hinzu. Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt.

Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump Fortschritte in den Verhandlungen mit dem Iran über ein Kriegsende verkündet. Wahrscheinlich werde es eine Unterzeichnung geben, «vielleicht in Europa», sagte der Republikaner am Freitag im Oval Office vor Reportern.

Araghtschi bezog sich auf die Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Anfang April. Damals hatte eine Delegation aus Washington, angeführt von Vizepräsident JD Vance, mit dem iranischen Aussenminister und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf über ein Kriegsende gesprochen. Das zweitägige Treffen endete unter pakistanischer Vermittlung jedoch ohne Durchbruch. (sda/dpa)
16:51
Trump wirft Iran Fake News vor
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran vorgeworfen, Falschinformationen über mögliche Verabredungen mit den USA zu verbreiten. Bedingungen für ein mögliches Rahmenabkommen, die das Land durchgestochen habe, hätten «NICHTS» mit dem zu tun, was vereinbart worden sei.

Das schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Worauf er sich genau bezog, blieb unklar. Trump nannte keine Details und sprach von «unehrenhaften» Leuten, mit denen man es zu tun habe. «Sie sollten sich besser zusammenreissen - und zwar SCHNELL!», drohte er.

Der US-Präsident schrieb ausserdem von einem angeblich abgewehrten versuchten Drohnenangriff des Iran auf indische Schiffe, als diese in der vergangenen Nacht die Strasse von Hormus verlassen hätten - das sei «ABSOLUT INAKZEPTABEL».
15:16
Pakistan meldet Fortschritte bei Friedensverhandlungen
Nach Signalen aus den USA und dem Iran über Fortschritte in den wochenlangen Verhandlungen über ein Ende des Krieges spricht nun auch der Vermittlerstaat Pakistan von Erfolgen.

Aussenministers Ishaq Dar und die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas äusserten nach einem Telefonat ihre Hoffnung auf eine «anhaltende Verständigung und friedliche Lösung» zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf X schrieb.

Dialog und Diplomatie seien der einzige Weg für langfristigen Frieden, hiess es weiter. Über Islamabad waren in den vergangenen Wochen immer wieder Nachrichten zwischen den Kriegsparteien ausgetauscht worden. Im April hatten sie sich auch in der pakistanischen Hauptstadt getroffen.

Am Donnerstag hatte US-Präsident Trump überraschend Angriffe auf den Iran abgeblasen und von einem nahenden Abkommen gesprochen. Der Iran äusserte sich noch verhalten, sprach jedoch davon, dass ein Verhandlungstext überwiegend finalisiert sei. (sda/dpa)

16:26
Iranisches Öl an Bord? US-Militär greift erneut Tanker an
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren. Beschossen worden sei der Maschinenraum des Schiffes «Jalveer», das unter der Flagge des westafrikanischen Landes Guinea-Bissau fahre, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Die Besatzung habe wiederholt Anweisungen der US-Streitkräfte missachtet. Es ist bereits das dritte Mal binnen weniger Tage, dass das US-Militär Tanker ausser Gefecht setzt.

Erneut indische Seeleute betroffen

Wie schon bei den beiden vorangegangenen Angriffen auf Handelsschiffe in dieser Woche in der Region waren erneut überwiegend indische Besatzungsmitglieder betroffen. Wie das Schifffahrtsministerium in Neu-Delhi mitteilte, sind alle 20 Inder an Bord der «Jalveer» in Sicherheit. Die Behörde sprach von einem «Sicherheitsvorfall auf See» nahe dem omanischen Hafen Shinas und von einem «Asphalttanker». Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte zuvor unter Berufung auf lokale Behörden über ein Feuer im Maschinenraum des Schiffes berichtet. (sda/dpa)
11:56
Iran verurteilt US-Angriffe
Das iranische Aussenministerium hat die «grossangelegten» US-Angriffe der vergangenen Nacht scharf verurteilt. Teheran habe ein Recht auf Selbstverteidigung und Gegenschläge, hiess es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die US-Regierung trage die Verantwortung für die «gefährlichen Konsequenzen» der Aggression, hiess es weiter.

Laut iranischen Medien wurden bei den Angriffen in der Provinz Teheran drei Menschen verletzt. Das Portal «Mehr» berichtete zugleich unter Berufung auf offizielle Stellen, in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) sei in der Strasse von Hormus ein Boot, das mit Grundnahrungsmitteln beladen gewesen sei, von einem Geschoss der USA getroffen worden. Die Besatzung sei gerettet worden.

Das US-Militär sprach in der Nacht von Angriffen auf militärische Überwachungs- und Kommunikationsanlagen sowie Anlagen der Flugabwehr im Iran. Eigentlich gilt zwischen den Kriegsparteien eine Feuerpause. (sda/dpa)

11:12
Jordanien: 20 iranische Raketen abgefangen
Jordanien hat nach eigenen Angaben in der Nacht 20 aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgefangen. Dabei seien Trümmer herabgefallen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf das Militär.

Es habe aber weder Verletzte noch Sachschaden gegeben. Das Militär beobachte die regionale Sicherheitslage fortlaufend, hiess es weiter. Verletzungen des jordanischen Luftraums würden nicht toleriert.

In der Nacht beschossen sich das US-Militär und der Iran erneut gegenseitig. Im Osten Jordaniens hat das US-Militär an einem Stützpunkt unter anderem Kampfflugzeuge stationiert. Neben Jordanien meldeten auch die Golfstaaten Bahrain und Kuwait in der Nacht iranischen Beschuss. (sda/dpa)
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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Modschtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt, der Iran zeigt wenig Interesse daran. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin mehrheitlich blockiert.
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