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Luftfahrt

Europäische Agentur für Flugsicherheit muss 16 Airbus A380 überprüfen

epa13034358 Visitors queue up to enter an Emirates Airbus A380-800 during the ILA Berlin Air Show 2026 in Schoenefeld, Germany, 13 June 2026. The aerospace and defense industry exhibition takes place  ...
Von den 16 Flugzeugen werden 15 von der Fluggesellschaft Emirates und eines von der australischen Qantas betrieben.Bild: keystone

Risse in der Flügelstruktur: Sechzehn Airbus A380 müssen überprüft werden

24.06.2026, 01:5224.06.2026, 01:52

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat die Überprüfung von 16 Maschinen des Typs Airbus A380 angeordnet. Drei davon seien dringend, nachdem Risse in der Flügelstruktur eines Flugzeugs entdeckt wurden, wie der Flugzeughersteller Airbus am Dienstag bestätigte.

Von den 16 Flugzeugen werden 15 von der Fluggesellschaft Emirates und eines von der australischen Qantas betrieben, wie ein Sprecher von Airbus mitteilte. Fünf Flugzeuge von Emirates müssen ab Mittwoch und noch vor ihrem nächsten Flug unverzüglich überprüft werden.

Emirates, die in Dubai ansässige Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, ist mit einer Flotte von mehr als hundert dieser Grossraum-Langstreckenflugzeuge der weltweit grösste A380-Kunde von Airbus. Die Inspektionen wurden von der EASA in einer Richtlinie angeordnet. Die Risse, welche die strukturelle Integrität des Flügels beeinträchtigen könnten, seien bei Inspektionen entdeckt worden. Diese hatte die EASA in einer Richtlinie vom Dezember 2025 angeordnet, so der europäische Flugzeughersteller.

Alle betroffenen A380 seien identifiziert worden. Airbus werde unverzüglich Inspektionen an fünf Flugzeugen durchführen und sich anschliessend mit der EASA beraten, um festzustellen, ob Reparaturen erforderlich seien, sagte der Airbus-Sprecher. Die elf übrigen Flugzeuge können zu einem späteren Zeitpunkt überprüft werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Airbus mit einem Problem dieser Art bei seinem viermotorigen Grossraumflugzeug konfrontiert ist, das von 2004 bis 2021 produziert wurde und dessen Endmontage am Standort Toulouse erfolgte.

Frühere Vorfälle

Bereits 2019 hatte die EASA empfohlen, die Tragflächen von 25 Airbus A380 aufgrund einer Rissgefahr zu überprüfen. 2012 hatte die EASA bereits die Überprüfung aller weltweit im Einsatz stehenden Flugzeuge gefordert. Zuvor waren an den Tragflächen einiger Maschinen Mikrorisse entdeckt worden. Diese Zwischenfälle hatten den Ruf des grössten zivilen Verkehrsflugzeugs der Welt getrübt.

Im Jahr 2019 hatte Airbus das Ende der Produktion des A380 angekündigt, der mangels Aufträgen am Ende seiner Lebensdauer stand. Der Konzern stellte die Auslieferung im Jahr 2021 ein. (sda/afp)

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