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Papst Leo kritisiert US-Regierung wegen Umgang mit Einwanderern

epa12409232 Pope Leo XIV waves to the faithful after arriving to lead the Jubilee Audience in Saint Peter's Square, Vatican City, 27 September 2025. EPA/GIUSEPPE LAMI
Papst Leo XIV. kritisiert die Regierung seiner US-Heimat.Bild: keystone

«Weiss nicht, ob das Pro-Life ist»: Papst kritisiert US-Regierung

01.10.2025, 10:2301.10.2025, 10:23

Papst Leo XIV. hat die US-Regierung für ihren Umgang mit Einwanderern deutlicher als bisher kritisiert. Er sieht den Schutz des Lebens infrage gestellt.

«Wenn jemand sagt, er sei gegen Abtreibungen, aber mit der unmenschlichen Behandlung von Einwanderern in den Vereinigten Staaten einverstanden, dann weiss ich nicht, ob das Pro-Life ist.»

Dies sagte der Papst, der selbst US-Bürger ist, gegenüber Journalisten in der päpstlichen Residenz Castel Gandolfo, wie die Zeit berichtet. Pro-Life («für das Leben») ist ein Slogan von Abtreibungsgegnern.

Lob für Gaza-Friedensplan

Positiv äusserte sich der Papst hingegen bezüglich des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sieht den Vorschlag als realistisch an.

«Es sind sehr interessante Elemente darin. Ich hoffe, dass die Hamas innerhalb der gegebenen Frist einwilligt.»

Kritik für Hegseth-Aussagen

Der Papst kritisierte weiter Aussagen von US-Kriegsminister Pete Hegseth vom Dienstag. Dieser sagte unter anderem, man müsse sich auf einen Krieg vorbereiten und auch offen für den Einsatz von Nuklearwaffen sein.

Leo XIV. sieht diese Art der Rhetorik als beunruhigend an, «denn sie zeigt, dass die Spannungen jedes Mal weiter zunehmen».

(rbu)

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quelle: keystone / massimo percossi
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