International
Migration

Erneut Toter bei ICE-Einsatz in den USA

Erneut Toter bei ICE-Einsatz in den USA

13.07.2026, 21:0413.07.2026, 21:04

Nur wenige Tage nachdem bei einem Einsatz der US-Migrationsbehörde ICE im Bundesstaat Texas ein Mann getötet worden war, hat sich im nordöstlichen Bundesstaat Maine Berichten zufolge ein ähnlicher Vorfall ereignet. In der Stadt Biddeford habe es einen Vorfall gegeben, an dem ICE beteiligt gewesen sei, teilte die lokale Polizeibehörde mit. Sie sei darüber informiert worden und es sei dabei ein Mensch zu Tode gekommen, teilte die Gouverneurin von Maine, Janet Mills, mit.

Protesters gather near the scene of a shooting involving U.S. Immigration and Customs Enforcement, Monday, July 13, 2026 in Biddeford, Maine. (AP Photo/Robert F. Bukaty)
ICE Shooting Maine
Menschen protestieren in Biddeford gegen ICE.Bild: keystone

Lokalen Bürgerrechtsorganisationen zufolge handelt es sich bei dem Getöteten um einen 26 Jahre alten Mann aus Kolumbien, der eine Arbeitserlaubnis in den USA hatte. ICE reagierte auf Anfrage zunächst nicht.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein ICE-Beamter im texanischen Houston bei einem Einsatz einen Einwanderer aus Mexiko erschossen. Nach Darstellung des Heimatschutzministeriums hatte dieser sich den Anweisungen der Beamten widersetzt, mit seinem Auto ein Einsatzfahrzeug gerammt und anschliessend versucht, einen Beamten mit seinem Fahrzeug zu erfassen. Daraufhin habe ein ICE-Beamter geschossen. Nach Angaben des Ministeriums handelte es sich folglich um Notwehr.

Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. In ähnlichen Fällen hatten zuvor Videoaufnahmen der Einsätze erhebliche Zweifel an den Darstellungen der Behörde aufgeworfen. Im Januar hatten Bundesbeamte die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti erschossen. Das Vorgehen der Beamten hatte für einen landesweiten Aufschrei gesorgt. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Frankreich: Jetzt kommen die Ausgangssperren
Nach den Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich folgen nun erste Massnahmen. In mehreren französischen Städten sind auf ausgewählte Bevölkerungsgruppen oder Bereiche begrenzte Ausgangsbeschränkungen verhängt worden.
Zur Story