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Naher Osten

40 Luftangriffe innert 24 Stunden: Weitere Gefechte im Jemen

This image taken from undated video released by the Houthi-run Al-Masirah television channel on Saturday, Sept. 12, 2026, shows damaged vehicles on a road between the Dhubab and Amri junctions in Yeme ...
In Jemen dauern die Gefechte an.Bild: AP Al-Masirah TV (symbolbild)

40 Luftangriffe innert 24 Stunden: Weitere Gefechte im Jemen

16.09.2026, 22:2916.09.2026, 22:29

Die Gefechte im Jemen dauern an. Truppen der international anerkannten und von Saudi-Arabien unterstützten Regierung bombardierten in der umkämpften Provinz Marib mehrere Ziele, wie es aus Militärkreisen hiess. Nach einem versuchten Vormarsch der Huthi habe es dort stundenlange Kämpfe gegeben, bei denen die Regierungstruppen unter anderem Drohnen und Artillerie eingesetzt hätten. Die Armee veröffentlichte auch Videos von Drohnenangriffen auf Huthi-Stellungen in Marib.

Saudische Kampfflugzeuge hätten innerhalb von 24 Stunden 40 Luftangriffe in Marib und den weiteren Provinzen Tais und Haddscha geflogen, teilten die Huthi mit. Saudi-Arabien kommentierte dies nicht.

Die Regierungstruppen erklärten, sie hätten auch Huthi-Ziele im Raum Mokka am Roten Meer angegriffen.

Umkämpfte Provinz

Marib ist im Bürgerkrieg schon lang umkämpft und strategisches Ziel unter anderem wegen der dortigen Öl- und Gasvorkommen. Auch die Lage als Knotenpunkt zwischen mehreren Provinzen im nordwestlichen Zentrum des Landes macht Marib bedeutsam. Im Zuge der jüngsten Huthi-Offensive an der Westküste kommt es auch an verschiedenen Fronten in Marib zu neuen Kämpfen.

Eine mit der Regierung verbündete Miliz im Südjemen, die sogenannten Riesen-Brigaden, berichteten ebenfalls von Kämpfen mit den Huthi in der Nähe der Meerenge Bab al-Mandab. Dabei seien zwei Fahrzeuge der Huthi zerstört und deren Insassen getötet worden.

Der schnelle Vormarsch der Huthi an der Westküste hat gezeigt, wie brüchig das Bündnis der regierungstreuen Kräfte im Jemen ist. Die sogenannten Nationalen Widerstandskräfte erklärten, die Huthi hätten den Einsatz über Monate vorbereitet und seien mit mehr als 70'000 Kämpfern vorgerückt. Sie hätten mit Dutzenden Raketen, Drohnen und Sprengstoff-Booten angegriffen. Nach Schätzungen von 2024 zählen die Huthi etwa 350'000 Kämpfer. (sda/dpa)

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