International
Naher Osten

Angriff auf Tanker in der Strasse von Hormus gemeldet

Öl-Tanker in der Strasse von Hormus: Der Iran verlangt Geld für die Durchfahrt.
Die Strasse von Hormus.Bild: Elke Scholiers / Getty

Bericht: Revolutionsgarden greifen Tanker in der Strasse von Hormus an

07.07.2026, 03:3407.07.2026, 04:16

Die Crew eines Tankers in der Strasse von Hormus hat einen Angriff auf ihr Schiff gemeldet. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf Angaben der Schiffbesatzung mit. Der Tanker sei rund acht Seemeilen vor dem omanischen Küstenort Lima von einem «unbekannten Geschoss» getroffen worden. Verletzt worden sei niemand.

Wer hinter dem Angriff steckt, blieb zunächst unklar. Das Portal «Axios» berichtete unter Berufung auf zwei US-Beamte, die iranischen Revolutionsgarden hätten mindestens zwei Raketen auf Frachter abgefeuert. Einer der Beamten sagte demnach, zwei Schiffe seien durch den Beschuss stark beschädigt worden. Eine offizielle Reaktion der US-Regierung blieb zunächst aus.

Vor guter einer Woche hatte ein ähnlicher Vorfall zu militärischen Angriffen der USA gegen den Iran geführt. Dabei seien unter anderem Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur angegriffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit.

Strasse von Hormus zentraler Punkt im Rahmenabkommen

Die Wiederöffnung der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Strasse von Hormus ist ein zentrales Element des Rahmenabkommens, auf das sich Vertreter aus Washington und Teheran vor knapp drei Wochen verständigt hatten. Die USA fordern freie Durchfahrt für alle Schiffe ohne Gebühren. Nach Beginn der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran im Februar brachte die iranische Seite mit Drohungen und Attacken den Schiffsverkehr in der Meerenge faktisch zum Erliegen.

Erst am Donnerstag bekräftigte das iranische Militär erneut den Anspruch, dass die alleinige Kontrolle über die Strasse von Hormus allein dem Iran gebühre. Alle Öltanker und Handelsschiffe seien verpflichtet, ausschliesslich die von der Islamischen Republik festgelegte Route zu benutzen, hiess es in einer Erklärung der Militärführung, die iranische Medien verbreiteten. «Jede Missachtung dieser Vorgabe (...) wird mit einer unverzüglichen und entschlossenen Reaktion der Streitkräfte beantwortet», hiess es weiter. (sda/dpa)

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