Erdbeben in Venezuela: So reagiert die Schweiz
Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela hat die Schweiz den venezolanischen Behörden ihre Unterstützung angeboten, nachdem diese einen internationalen Hilfsaufruf lanciert hatten. Der Delegierte des Bundesrates für humanitäre Hilfe innerhalb der DEZA hat die Rettungskette Schweiz mit 80 Mitgliedern und acht Suchhunden sowie 18 Tonnen Rettungsmaterial mobilisiert.
Das teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Der Auftrag der Rettungskette Schweiz sei es, Erdbebenopfer in den Trümmern zu suchen, zu bergen und zu retten.
Keine Schweizer Opfer bekannt
Wie das EDA weiter mitteilte, ist der venezolanische Luftraum für die meisten europäischen Fluggesellschaften geschlossen und es laufen derzeit Abklärungen, um möglichst rasch einen Flug für den Transport der Schweizer Rettungskräfte und ihrer Ausrüstung zu organisieren.
Die Gedanken des Bundesrates seien bei den Opfern, ihren Familien und der gesamten betroffenen Bevölkerung. Die Schweizer Botschaft stehe mit den zuständigen Behörden in Venezuela in Kontakt. «Dem EDA liegen derzeit keine Informationen über Schweizer Opfer vor», so das EDA weiter. Entsprechende Abklärungen seien im Gang.
Schweizer Botschaft geschlossen
Aktuell sind auf Travel Admin fünf Schweizer Reisende registriert. Im Auslandschweizerregister sind rund 1000 Personen angemeldet. Das Schweizer Botschaftspersonal ist laut Mitteilung wohlauf. Die Botschaft bleibe am Donnerstag aus Sicherheitsgründen geschlossen, sei aber operationell.
Schweizer Staatsangehörige vor Ort sind gehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. In dringenden Fällen kann die Helpline EDA rund um die Uhr kontaktiert werden. Die Reisehinweise des EDA raten seit längerem von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Venezuela ab. (sda)
