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Erdbeben in Venezuela: Alle News und Entwicklungen im Liveticker

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Zahl der Toten steigt nach Erdbeben in Venezuela auf mehr als 1400

Zwei sehr starke Erdbeben haben Venezuela erschüttert. Die Präsidentin hat den Notstand ausgerufen. Alle News live im Ticker.
27.06.2026, 08:5127.06.2026, 19:35
  • In Venezuela kam es in der Nacht auf Donnerstag zu zwei sehr starken Erdbeben.
  • Die US-Erdbebenwarte USGS meldete Magnituden von 7,2 und 7,5. Damit gehören die beiden Erdbeben zu den stärksten des laufenden Jahres weltweit.
  • Die Geologiebehörde rechnet mit Tausenden Toten.
  • Die Regierung von Venezuela rief den Notstand aus und sprach von grossen Schäden.
  • Das Beben sei in mindestens sieben Bundesstaaten sowie in Caracas zu spüren gewesen.
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19:33
Totenzahl steigt nach Erdbeben auf mehr als 1400
Die Zahl der Toten nach der Erdbebenkatastrophe in Venezuela ist auf 1430 gestiegen. Mehr als 3200 Menschen seien verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit.

Nach den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch habe es 430 Nachbeben gegeben. Mehr als 70'000 Familien seien nach der Katastrophe von den Behörden mit Hilfe unterstützt worden.

Am dritten Tag nach den verheerenden Erdbeben ist der Verbleib von Zehntausenden Menschen in Venezuela weiterhin unklar. Besonders im Bundesstaat La Guaira, aber auch in der Hauptstadt Caracas, hatten die Beben erhebliche Zerstörung verursacht. Teils wurden ganze Strassenzüge von Hochhäusern dem Erdboden gleichgemacht. (sda)
18:27
Rettungshoffnung schwindet nach Einsturz in Caracas
Der Einsatz internationaler Rettungsteams nach den Erdbeben in Venezuela hat die Suche nach Überlebenden beschleunigt, für Angehörige von Vermissten aber zum Teil auch traurige Gewissheit gebracht. Nach Erkundungsarbeiten schlossen etwa mexikanische Rettungskräfte in einem eingestürzten Gebäude im Stadtbezirk Chacao der Hauptstadt Caracas die Möglichkeit aus, dort noch lebende Menschen zu finden.

«Sie halten es aufgrund des Gewichts der Konstruktion für sehr unwahrscheinlich, dass sich dort noch Überlebende befinden», sagte der Bürgermeister von Chacao, Gustavo Duque, in einem Video vor dem Wohngebäude Petunia. Das dort eingesetzte Rettungsteam habe nach einer ersten Inspektion festgestellt, dass die Betonplatten vollständig zusammengedrückt seien. (sda)


Der Stadtbezirk Chacao wurde schwer vom Erdbeben getroffen.
16:30
Suche nach Vermissten läuft unter Hochdruck
Am dritten Tag nach den verheerenden Erdbeben ist der Verbleib von Zehntausenden Menschen in Venezuela weiterhin unklar. Die Zahl der Toten lag weiterhin bei mindestens 920, mehr als 3000 Menschen wurden verletzt. Befürchtet wird weiter, dass Tausende Menschen unter Trümmern eingeschlossen sein könnten.

Der Verbleib von vielen Menschen ist völlig unklar, Angehörige können sich oft nicht erreichen - noch immer Strom und Mobilfunknetz nicht flächendeckend wiederhergestellt.

Doch ein genauer Überblick darüber, wer wirklich fehlt, ist schwer zu bekommen. Auf einem eigens für die Suche nach Vermissten eingerichteten Internetportal gelten nach Angaben der Betreiber derzeit mehr als 54.000 Menschen als vermisst. Auf der inoffiziellen Plattform können Angehörige und Bekannte Fotos zusammen mit weiteren Informationen hochladen. Die Angaben lassen sich allerdings nicht unabhängig überprüfen.

Die Suche in Schutt und Trümmern wird entsprechend unermüdlich unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt. Allerorts beteiligen sich Anwohner und freiwillige Helfer neben den professionellen Einsatzkräften.

Im Internet geteilte Aufnahmen von erfolgreichen Rettungen Verschütteter bewahren die Hoffnungen auf kleine Wunder inmitten der Katastrophe: In sozialen Medien wurden freiwillige Helfer gefeiert, die mit einer improvisierten Fassung eines venezolanischen Weihnachtslieds auf den Lippen zum Einsatz schritten. Vielfach geteilt wurden auch Videos der erfolgreichen Rettungen durch Border Collie «Tsunami», der als einer der wenigen Rettungshunde Venezuelas eine Spezialausbildung darin besitzt, Menschen in schwer zugänglichen Gebieten aufzuspüren. (sda)
6:40
«Kritische Stunden» für Suchteams nach Beben in Venezuela
Venezuela steht nach den verheerenden Erdbeben vor entscheidenden Stunden bei der Rettung von Überlebenden. Das sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez mit Blick auf den dritten Tag der Suche nach unter Trümmern verschütteten Menschen. «Es sind kritische Stunden für die Rettung von Leben», sagte Rodríguez. Mindestens 920 Menschen sind laut Behörden bislang ums Leben gekommen, mehr als 3000 wurden verletzt.

Angesichts der schweren Schäden im Bundesstaat La Guaira hat die venezolanische Regierung die Region im Norden des Landes militarisiert. Die Streitkräfte hätten die Kontrolle übernommen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und die Arbeit der Rettungskräfte zu erleichtern, sagte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez. Auch die Zufahrtsstrassen nach La Guaira wurden gesperrt. Damit will die Regierung in Caracas verhindern, dass Menschen unnötig dorthin reisen. Freiwillige Helfer müssen sich zuvor registrieren.


Rettungskräfte an der Arbeit in La Guaira.

Rettungsteams aus verschiedenen Ländern kämpfen unter schwierigen Bedingungen gegen die Zeit. Experten gehen davon aus, dass die Überlebenschancen der Vermissten und Verschütteten nach 72 Stunden stark sinken. Mehr als 380 Wohnhäuser sowie 13 Krankenhäuser wurden durch die Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch zerstört oder schwer beschädigt, wie Rodríguez mitteilte. Auch Einkaufszentren und andere Gebäude seien eingestürzt. Insgesamt geht es um mehr als 1400 Gebäude und Einrichtungen, die teilweise oder vollständig beschädigt wurden.

La Guaira wurde von den Erdbeben am schwersten getroffen, aber auch in der Hauptstadt Caracas und an anderen Orten kam es zu grossen Schäden. Mehr als 300 Nachbeben wurden bislang registriert. Am Freitag ereignete sich eine Erschütterung der Stärke 4,7 in einer Tiefe von zehn Kilometern vor Venezuelas Karibikküste, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte.

Auf einem eigens für die Suche nach Vermissten eingerichteten Internetportal gingen Zehntausende Meldungen ein. Nach Angaben der Betreiber gelten dort derzeit rund 50'000 Menschen als vermisst. Auf der inoffiziellen Plattform können Angehörige und Bekannte Fotos der Vermissten zusammen mit weiteren Informationen hochladen. Die Angaben lassen sich allerdings nicht unabhängig überprüfen. (sda/dpa)
2:46
Trump telefoniert nach Erdbeben mit Venezuelas Präsidentin
Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hat zwei Tage nach dem schweren Doppel-Erdbeben in dem südamerikanischen Land mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Trump und US-Aussenminister Marco Rubio hätten angerufen und ihr die Unterstützung der USA für Venezuela angesichts der Katastrophe zugesichert, schrieb Rodriguez auf der Plattform X.

«Sie bekräftigten ihre Bereitschaft, die Hilfsmassnahmen durch die Entsendung von Rettungskräften, Spezialausrüstung, Unterstützung für Notunterkünfte und humanitäre Hilfe für die betroffenen Familien zu begleiten. Wir sind zutiefst dankbar für diese Geste der Freundschaft und Zusammenarbeit», schrieb die Staatschefin.

Im Januar hatte eine Spezialeinheit des US-Militärs den langjährigen Machthaber Nicolás Maduro in Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht, um ihn wegen Drogendelikten vor Gericht zu stellen. Seitdem hat Maduros einstige Stellvertreterin Rodríguez die Regierungsgeschäfte übernommen. Trumps Regierung will die grossen Ölvorkommen des Landes zugunsten der USA nutzen und übt inzwischen erheblichen Einfluss auf die venezolanische Ölindustrie und Politik aus. (sda/dpa)

0:06
Venezuela militarisiert Katastrophenregion nach Beben
Angesichts der schweren Schäden im Bundesstaat La Guaira durch das Doppel-Erdbeben in Venezuela hat die Regierung die Region im Norden des Landes militarisiert. Die Streitkräfte hätten die Kontrolle übernommen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und die Arbeit der Rettungskräfte zu erleichtern, sagte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez.

Am zweiten Tag nach der Erdbebenkatastrophe liegt die offizielle Zahl der Todesopfer in Venezuela bei 920, wie Rodríguez bei der Vorstellung der jüngsten vorläufigen Schadenbilanz mitteilte. Mehr als 3.300 Menschen seien verletzt worden. La Guaira wurde von den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch (Ortszeit) am schwersten getroffen. (sda/dpa)
21:33
Auch deutsche Hilfsflüge unterwegs
Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela mit mehr als 900 Toten haben sich die ersten Rettungskräfte aus Deutschland auf den Weg ins Katastrophengebiet gemacht. Weitere Hilfe folgt, wie die Bundeswehr mitteilte.

An Bord der ersten Transportmaschine befinden sich ausser der Luftwaffen-Crew 26 Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW). Dabei handelt es sich um Bergungsexperten. «Aus Wunstorf werden noch heute drei weitere Flugzeuge des Lufttransportgeschwaders 62 nach Venezuela starten», teilte die Bundeswehr weiter mit.

Zudem sei ein Vorauskommando der Bundeswehr auf dem Weg, um die Lage vor Ort zu erkunden. «Innerhalb von 24 Stunden haben wir es geschafft, in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen vier Maschinen zu planen, zu beladen und in weiteren 14 Stunden erste Hilfe ins Krisengebiet zu bekommen», sagte der Chef des Geschwaders, Oberst Markus Knoll laut Mitteilung. Zudem wird die Bundeswehr am Samstag Hilfsgüter der Organisation Malteser nach Venezuela fliegen. (sda/dpa)

19:37
Bisher knapp tausend Tote
Die Zahl der Toten nach der Erdbebenkatastrophe in Venezuela ist auf 920 gestiegen. Mehr als 3300 Menschen seien verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit. (sda/dpa)

19:34
Zehntausende Vermisste auf Plattform registriert
Auf einer für die Suche von Vermissten eingerichteten Internetseite sind nach den tödlichen Erdbeben in Venezuela Zehntausende Meldungen eingegangen. Die Zahl der derzeit als vermisst Gemeldeten beläuft sich auf mehr als 50'000 Menschen, die Daten lassen sich jedoch nicht verifizieren. Auf der inoffiziellen Plattform können Angehörige und Bekannte Fotos der vermissten Personen mit Informationen hochladen.

Seit den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwochabend (Ortszeit) wurden demnach rund 61'000 Menschen anfänglich als vermisst gemeldet. Mehr als 9200 davon wurden inzwischen gefunden, etwa in Krankenhäusern. Da die Seite von den Betroffenen selbst aktualisiert wird, ist unklar, ob die Zahl der bereits kontaktierten Menschen und der Vermissten auf dem neuesten Stand ist.

Die Zahl der Toten ist laut Angaben der Regierung in Caracas auf 589 gestiegen. Zudem seien 2980 Menschen verletzt worden, sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez im Fernsehsender VTV. Noch immer werden jedoch sehr viele Menschen unter Trümmern vermutet. Allein im Bundesstaat La Guaira sind laut Behörden mehr als 70'000 Familien von den Folgen der Katastrophe betroffen. (sda/dpa)

19:31
Schweizer Helfer in Caracas angekommen
Die 80 Spezialistinnen und Spezialisten des Schweizer Rettungsteams sind am Freitag in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gelandet. Sie wollen dort Erdbebenopfer aufspüren und bergen. Mit den Helfern gelangte auch 18 Tonnen Hilfsgüter nach Venezuela.

Nach ihrer Ankunft hätten die Einsatzkräfte zusammen mit den venezolanischen Behörden sofort mit den Vorbereitungen begonnen, schrieb das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf seiner Webseite.

Die Aufgabe des Teams besteht darin, Opfer des Erdbebens in den Trümmern aufzuspüren, sie zu bergen und zu retten. 1,5 Millionen Franken gab der Bund dafür aus den Nothilfemitteln frei. Weitere Unterstützungsmassnahmen würden geprüft, schrieb das EDA weiter. Auch am Freitag gab es dem Aussendepartement zu folge keine Informationen über Schweizer Opfer. (sda)

15:26
EU schickt Rettungskräfte nach Venezuela
Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela schicken Länder der Europäischen Union Helfer. Insgesamt sind laut Angaben der EU-Kommission mehr als 520 Einsatzkräfte wie Feuerwehrleute und medizinisches Personal unterwegs. Sie kommen unter anderem aus Deutschland, Spanien, Italien und Tschechien.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dankte den Mitgliedsstaaten für ihre Solidarität. «Wir stehen dem venezolanischen Volk in dieser Zeit grosser Tragödien und Katastrophen zur Seite», sagte sie. «Venezuela ist nicht allein.»

Die EU sendet den Angaben zufolge auch Rettungshunde. Zusätzlich stelle man Geodaten und Satellitenbilder zur Verfügung. Je nach Entwicklung wolle man weitere Unterstützung senden. (sda/dpa)

15:19
Opferzahl steigt weiter
Die Zahl der Toten nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist laut Angaben der Regierung in Caracas auf 589 gestiegen. Zudem seien 2980 Menschen verletzt worden, sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez. (sda/dpa)

9:57
Starlink versorgt Katastrophengebiet in Venezuela mit Internet
Tech-Unternehmer Elon Musk unterstützt das Erdbebengebiet in Venezuela mit seinem Satelliteninternet-Dienst Starlink. Bestehenden wie neuen Kunden werde das Kommunikationsnetz in der betroffenen Region bis zum 25. Juli kostenfrei zur Verfügung gestellt, teilte Starlink am Donnerstag (Ortszeit) auf X mit. Gleichzeitig arbeite die Firma daran, Starlink-Terminals zügig bereitzustellen und die Verbindung in den am stärksten betroffenen Gebieten wiederherzustellen.

Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez bedankte sich auf X für die Unterstützung. Zwei schwere, kurz aufeinanderfolgende Beben hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum des südamerikanischen Landes erschüttert und dabei ganze Wohnblöcke in Trümmer gelegt. Laut der venezolanischen Regierung wurden bislang 235 Tote gezählt. Befürchtet wird, dass weitere Tausende Menschen verschüttet sind. (pre/sda)
8:49
Verzweifelte Suche nach Erdbebenopfern in Venezuela
Unter widrigen und teils lebensgefährlichen Umständen suchen verzweifelte Menschen nach der Erdbebenkatastrophe in Venezuela verschüttete Angehörige in meterhohen Schutthaufen. Im Bundesstaat La Guaira im Norden des Landes sei die Lage besonders dramatisch, berichtete die Online-Plattform «Tal Cual».

Bilder von dort zeigen Gebäude, die komplett in Trümmern liegen. Es gebe keinen Strom, kein Wasser und es sei bereits zu Plünderungen von Geschäften gekommen, berichtete «Tal Cual». Für die Sucharbeiten werde schweres Gerät benötigt - daran fehlt es aber bislang noch. «Alles von Hand zu machen, ist ziemlich mühsam», schilderte eine Bewohnerin der Stadt Catia La Mar nordwestlich von Caracas. «Falls noch jemand am Leben ist, hat er nicht mehr die Kraft, zu antworten.»



Auf einige Betonruinen hätten die Bewohner die Namen der eingestürzten Gebäude gesprüht, hiess es in dem Bericht weiter. An manchen Wänden heisse es aber auch beruhigend: «Uns allen geht es gut.» (sda/dpa)
06:07
Minister: Mehr als 70'000 Familien in La Guaira betroffen
Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela sind allein im Bundesstaat La Guaira mehr als 70'000 Familien von den Folgen der Katastrophe betroffen. Das teilte Innenminister Diosdado Cabello am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Besuch in dem besonders schwer getroffenen Bundesstaat an der Karibikküste mit. «Wir lassen euch nicht allein», sagte Cabello und kündigte umfassende Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Unterstützung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Wasser an.

Zwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert – im Abstand von nur 39 Sekunden. Schwere Schäden gab es besonders in La Guaira, wo auch der internationale Flughafen und der wichtigste Seehafen des Landes liegen. Laut der Regierung des südamerikanischen Landes wurden bislang 235 Tote gezählt. (sda/dpa)
04:41
Schweizer Helfer unterwegs nach Venezuela
Nach den beiden schweren Erdbeben in Venezuela sendet die Schweiz am Freitag 80 Rettungskräfte zur Katastrophenhilfe in das Land. Mit an Bord des Flugzeuges haben sie 18 Tonnen Rettungsmaterial. Am Donnerstagabend trafen die ersten Helferinnen und Helfer im Hangar der Rega im Flughafen Zürich-Kloten ein. Dieser diente als Mobilmachungsplatz der Rettungskräfte.

Am Freitagmorgen um 2 Uhr startete der Airbus 340-300 vom Flughafen Zürich in Richtung Venezuela. Bis dahin durchliefen die 80 Rettungskräfte mehrere Posten, um sich auf ihren Einsatz vorzubereiten. Ihr Auftrag in Venezuela lautet: Erdbebenopfer in den Trümmern zu suchen, zu bergen und zu retten. Am Freitag etwa 10 Uhr Ortszeit sollen sie in Caracas landen. Auch rund 42 Stunden nach den Erdbeben könnten Menschen noch lebend aus den Trümmern geborgen werden, sagte Einsatzleiter Sebastian Eugster am Medienanlass im Rega-Hangar. (sda)
04:27
Zahl der Erdbeben-Toten in Venezuela steigt auf 235
Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist auf 235 gestiegen. Mehr als 4300 Verletzte seien bisher in öffentlichen Krankenhäusern behandelt worden, sagte der venezolanische Gesundheitsminister Carlos Alvarado im Fernsehsender VTV. Die meisten von ihnen hätten leichte Verletzungen gehabt. Es gebe aber auch mittelschwere und schwere Fälle.

Zwei heftige Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert - im Abstand von nur 39 Sekunden. Rund 200 weitere Menschen sollen noch verschüttet sein, hatte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, zuvor gesagt. Dabei dürfte es aber nur um diejenigen gehen, die bereits unter den Trümmern verortet wurden. Es gibt Hinweise darauf, dass die Gesamtzahl der Verschütteten in die Tausende gehen könnte.

Es sei die schwerste Naturkatastrophe, die Venezuela in den vergangenen 30 Jahren erlebt habe, sagte Rodríguez. 250 Gebäude seien komplett zerstört oder beschädigt, darunter 8 Krankenhäuser, 20 Einkaufszentren und 68 öffentliche Infrastruktureinrichtungen.

Die Katastrophe trifft Venezuela auch deshalb so schwer, weil das Land ohnehin schon seit Jahren unter wirtschaftlichen Problemen und politischen Verwerfungen leidet. Mehrere Millionen Menschen haben wegen der andauernden Krise bereits ihre Heimat verlassen. (sda/dpa)
22:25
Deutsche Botschaft in Caracas beschädigt
Nach Angaben des stellvertretenden deutschen Botschafters in Venezuela, Stephan Wendt, wurde auch das deutsche Botschaftsgebäude beschädigt. «Wir können aktuell nicht vom klassischen Botschaftsgebäude aus arbeiten. Wir befinden uns aktuell in der deutschen Residenz, arbeiten von dort aus», sagte er im heute journal des ZDF. «Auch einigen Kolleginnen und Kollegen ist es momentan nicht möglich zurückzukehren in ihre eigene Wohnung, es haben ja auch einige in der Residenz übernachtet auf Feldbetten.». (sda/dpa)
15:02
Innenminister warnt vor Nachbeben
Innenminister Diosdado Cabello sprach im staatlichen Fernsehen von einer «äusserst alarmierenden Situation» und rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben. Nach schweren Erdbeben seien Nachbeben zu erwarten, die bereits beschädigte Gebäude zum Einsturz bringen könnten. Um Explosionen zu verhindern, hätten die Behörden angeordnet, die Gaszufuhr zu unterbrechen.


15:01
Zahl der Vermissten unklar
Eine Modellrechnung der US-Erdbebenwarte legte nahe, dass die Opferzahl noch weiter steigt. Offizielle Zahlen zu Vermissten gab es zunächst nicht. Aber auf Internetseiten, die nach den Beben eingerichtet wurden sowie in sozialen Medien kursierten Listen mit den Namen von Menschen, die von ihren Familien gesucht werden. Demnach galten am Tag nach der Katastrophe rund 12.000 Menschen als vermisst – verifizieren lassen sich diese Daten jedoch nicht.

14:59
Beben fand an einem Feiertag statt
Die Beben, die laut der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 7,2 und 7,5 hatten, ereigneten sich gegen 18.00 Uhr Ortszeit an einem Feiertag. Viele Menschen waren daher zu Hause oder verbrachten die Zeit im Freien. Am 24. Juni erinnert Venezuela an die Schlacht von Carabobo gegen die spanische Kolonialmacht im Jahre 1821. «Es sind intensive Rettungsarbeiten zugange, um die Leben zu retten, die Gott uns retten lässt», sagte die Präsidentin.

14:58
Rettungskräfte arbeiten mit blossen Händen
Venezuela war offenbar nicht im Geringsten auf eine Tragödie dieser Grössenordnung vorbereitet. «Viele Rettungskräfte des Zivilschutzes haben uns gesagt, dass sie mit den Händen, ja mit den Nägeln arbeiten. Nach und nach treffen Ausrüstungen und Werkzeuge ein, aber das ist nicht ausreichend», berichtete aus Caracas die Korrespondentin des spanischen TV-Senders RTVE, Carolina Alcalde. Die Einsatzkräfte hätten die ganze Nacht gearbeitet und seien völlig erschöpft.

Nach Tagesanbruch gingen die Rettungsarbeiten trotz der Ermüdung aber unvermindert weiter. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Helfer auf den Trümmerbergen ohne jede Sicherheitsausrüstung und oft nur mit den Händen oder mit Schaufeln einzelne Steine und Gegenstände beiseite räumten, um Verschüttete zu finden. «Nachts habe ich gehört, wie viele in den Trümmern um Hilfe schrien», erzählte der junge Luis Reyes in RTVE. Eine unter Schock stehende Frau rief in die Kameras: «Es war wie in einem Horrorfilm.»


12:33
Mindestens 164 Tote bei Erdbeben in Venezuela
Nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten nach Angaben der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf mindestens 164 gestiegen. Mindestens 971 Menschen wurden verletzt, wie Rodríguez im Sender VTV mitteilte. (sda/dpa)

11:51
Stärkstes Beben in Venezuela seit über 100 Jahren
Das Erdbeben der Stärke 7,5 in Venezuela ist nach Angaben der geologischen US-Behörde USGS das Heftigste in dem südamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert.

Ein noch stärkeres Beben der Stärke 7,7 gab es zuletzt im Jahr 1900 nordöstlich der Hauptstadt Caracas vor der Küste Venezuelas, wie aus Daten der Organisation hervorgeht.

21 Todesopfer wurden den Angaben zufolge damals registriert, zahlreiche Gebäude stürzten ein. In der Folge sei es zu mehr als 250 Nachbeben gekommen, weshalb viele Bewohner der Region monatelang im Freien lebten. (sda/dpa)

11:28
Caritas Schweiz spricht 100'000 Franken für Nothilfe
Nach dem Erdbeben in Venezuela hat Caritas Schweiz 100'000 Franken für Nothilfe gesprochen. Derzeit kläre man mit Partnern vor Ort ab, was am dringendsten benötigt werde, teilte die Hilfsorganisation mit.

Besonders betroffen seien die Hauptstadt Caracas und die nördliche Küstenregion, schrieb Caritas am Mittwoch in einem Communiqué. Dabei handle es sich um Gebiete, in denen die Menschen bereits massiv unter der anhaltenden wirtschaftlichen Krise, Ernährungsknappheit und der Hyperinflation litten.

Viele Menschen hätten schon vor dem Beben in extremer Armut gelebt, unter mangelnder Ernährung gelitten, liess sich Rafael Filliger zitieren, der Programmdirektor Venezuela von Caritas Schweiz.

Zahlreiche Gebäude seien eingestürzt und die öffentliche Infrastruktur sei zerstört, hiess es weiter. Besonders dringend brauche es Trinkwasser, Nahrungsmittel, medizinische Versorgung und Notunterkünfte. (sda)
10:57
Deutschland schickt Bundeswehr nach Venezuela
Deutschland will bis zu sechs Bundeswehr-Flugzeuge ins Katastrophengebiet nach Venezuela schicken. Das hat Verteidigungsminister Boris Pistorius in Aussicht gestellt. Bundeswehrsoldaten bereiten sich auf den Einsatz vor, sagt er gegenüber «Bild». (hkl)
10:22
Erdbeben in Venezuela waren auch in der Schweiz messbar
Die schweren Erdbeben in Venezuela sind bis in die Schweiz messbar gewesen. Die Seismometer des Schweizerischen Erdbebendienstes haben die Erschütterungen deutlich registriert, teilte der Dienst auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Ein Erdbeben dieser Stärke werde es in der Schweiz wohl nicht geben. hiess es vom Schweizerischen Erdbebendienst (SED) der ETH Zürich weiter. Hierzulande müsse etwa alle 50 bis 150 Jahre mit einem Erdbeben der Magnitude 6 gerechnet werden. «Solche Beben sind deutlich schwächer, sie setzen ungefähr 180-mal weniger Energie frei», so der Erdbebendienst. (sda)
10:16
Schweiz ist laut Bundespräsident bereit Hilfe zu leisten
Die Schweiz ist bereit, auf Anfrage Venezuela nach den beiden schweren Erdbeben Hilfe zu leisten. Das erklärte Bundespräsident Guy Parmelin am Donnerstag auf X. Die Schweiz stehe nach dem verheerenden Erdbeben an der Seite der Betroffenen.



«Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und allen Betroffenen. Wir sprechen unser aufrichtiges Beileid aus und wünschen den Verletzten eine schnelle Genesung», erklärte Parmelin. (sda)
9:37
«Zum Glück hören wir noch lebende Menschen»
Der Bürgermeister des Bezirks Chacao in der Hauptstadt Caracas sagt in einem auf Instagram veröffentlichten Video, dass die Rettungskräfte noch Stimmen unter den Trümmern hören würden. «Zum Glück hören wir noch lebende Menschen, und wir werden sie retten», sagte Gustavo Duque. (hkl)


9:29
Präsidentin: Dutzende Gebäude in Venezuela eingestürzt
Bei den zwei schweren Erdbeben in Venezuela mit mindestens 32 Toten und 700 Verletzten sind nach Angaben der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez zahlreiche Häuser eingestürzt.

Am stärksten betroffen sei der Bundesstaat La Guaira, wo auch der internationale Flughafen der Hauptstadt Caracas und ein wichtiger Seehafen liegen. «Dort sind Dutzende Gebäude kollabiert, und es sind intensive Rettungsarbeiten zugange, um die Leben zu retten, die Gott uns retten lässt», sagte sie in der Nacht zum Donnerstag.



Rodríguez sprach von einer Tragödie und einem Erdbeben «noch nie dagewesenen Ausmasses» in dem südamerikanischen Land. La Guaira sei zu einem Katastrophengebiet geworden. Die bislang 32 gemeldeten Toten beinhalteten nicht die Opfer in dem Bundesstaat. Die Region hatte 1999 nach heftigen Regenfällen eine Flutkatastrophe erlebt, die laut damaligen amtlichen Zahlen Tausende Menschen das Leben kostete. (sda/dpa)
9:02
Augenzeugin aus Caracas
«Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Angst gehabt, es war fürchterlich», berichtete eine 57-Jährige der Deutschen Presse-Agentur aus dem Osten von Caracas, die knapp 200 Kilometer von dem Epizentrum der Beben entfernt ist.

«Bei uns in der Nähe sind zwei Hochhäuser eingestürzt, am Nachbargebäude fehlen Wände», ergänzte sie. Ihr Hochhaus sei aber weitgehend verschont geblieben. In ihrer Wohnung seien Möbel umgestürzt und Bilder von den Wänden gefallen, alles sei voller Scherben.

Die Erschütterungen seien so stark gewesen, dass sie und ihr Mann zunächst gar nicht aus dem Zimmer gekommen seien. Zusammen mit Nachbarn seien sie dann schliesslich auf die Strasse gerannt. Zwei Anwohner hätten aus dem Aufzug befreit werden müssen. Nach den Beben sei stundenlang der Strom ausgefallen, auch das Mobilfunknetz habe nicht funktioniert. (sda/dpa)


8:59
Augenzeuge aus Maracay
Ein Bewohner aus der Nähe der Stadt Maracay, die rund 100 Kilometer von dem Epizentrum entfernt ist, schildert, was er erlebt hat. «Ich sass im Auto und der Wagen hat sich hin und her bewegt als handele es sich um ein Blatt Papier», sagte er der dpa.

Mindestens zwei Häuser in der Umgebung seien eingestürzt, darunter ein relativ neues. «Ich habe schon Erdbeben erlebt, aber noch keins wie dieses», ergänzte der Mann. «Es war schlimm, wirklich schlimm.» Er habe sich an das schwere Erdbeben von 1967 erinnert gefühlt, bei dem in Venezuela damals mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen waren. (sda/dpa)
7:48
Gefahr durch mögliche Tsunamis
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela droht durch mögliche Tsunamis weitere Gefahr. Das US-Tsunami-Warnzentrum gab eine Tsunami-Warnung für die Jungferninseln heraus. Auch die Behörden der Dominikanischen Republik warnten vor möglichen Flutwellen. Eine zunächst für Puerto Rico ausgegebene Warnung wurde kurze Zeit später wieder aufgehoben. (hkl)
7:40
Das ist bekannt
Nach zwei sehr starken Erdbeben in Venezuela suchen die Rettungskräfte unter den Trümmern nach zahlreichen Verschütteten. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der Beben mit 7,2 und 7,5 an. Die Regierung von Venezuela rief den Notstand aus und sprach von grossen Schäden.

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