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Nordkorea sieht Fortschritte beim Ausbau der atomaren Schlagkraft

Nordkorea sieht Fortschritte beim Ausbau der atomaren Schlagkraft

19.11.2022, 07:26
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epa10313519 A photo released by the official North Korean Central News Agency (KCNA) shows North Korean leader Kim Jong-Un, accompanied by his daughter during the test firing of a new type of intercon ...
Kim Jong-Un mit seiner Tochter.Bild: keystone

Nordkorea hat nach eigenen Angaben beim Ausbau seiner nuklearen Schlagkraft zur Abschreckung der USA weitere Fortschritte erzielt. Bei einem Waffentest am Freitag sei eine Interkontinentalrakete (ICBM) «neuen Typs» abgefeuert worden, berichteten die staatlichen Medien des weithin isolierten Landes am Samstag. Der Test unter Aufsicht von Machthaber Kim Jong Un sei erfolgreich gewesen. Die Streitkräfte hätten nun eine weiteres Mittel zur Hand, um «jede atomare Bedrohung abzuschrecken», wurde Kim zitiert.

Den USA warf Kim erneut vor, auf Konfrontationskurs zu sein und sein Land atomar zu bedrohen - ein Vorwurf, der von Washington bestritten wird. Kim drohte, «auf Atomwaffen mit Atomwaffen und auf totale Konfrontation mit uneingeschränkter Konfrontation» zu antworten. Jede militärische Gegenaktion der USA und ihren Verbündeten einschliesslich Südkoreas werde zu ihrer Selbstzerstörung führen.

Nach Angaben Südkoreas feuerte Nordkorea am Freitag zum zweiten Mal in diesem Monat eine Rakete ab, die theoretisch auch US-Territorium erreichen könnte. Nordkorea identifizierte die Rakete als «Hwasongpho-17» und brüstete sich damit, mit ihr jetzt über die «weltweit stärkste strategische Waffe» zu verfügen. Sie sei nach einem Flug in einer Höhe von bis zu 6040.9 Kilometern und einer Distanz von knapp 1000 Kilometern in einem angepeilten Gebiet im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) ins Wasser gestürzt.

Die USA und ihre Verbündeten Südkorea und Japan warfen Nordkorea schwerwiegende Provokation vor. UN-Resolution verbieten Pjöngjang die Erprobung von ICBM und anderer ballistischer Raketen, die je nach Bauart mit einem Nuklearsprengkopf bestückt werden können. Seit Ende September hat Nordkorea trotz internationaler Kritik in ungewohnt hoher Frequenz Raketentests unternommen. (sda/dpa)

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