International
Nordkorea

Nordkorea und China wollen Zusammenarbeit ausbauen

In this photo provided by the North Korean government, North Korean leader Kim Jong Un, left, and Chinese President Xi Jinping, right, shake hands before Xi's departure for China, at the airport  ...
Anfang Juni kündigten die Staatschefs Xi und Kim Jong Un «eine neue Ära» in den gegenseitigen Beziehungen an.Bild: keystone

Nordkorea und China wollen Zusammenarbeit ausbauen

Ranghohe Regierungsvertreter Nordkoreas und Chinas haben bei gemeinsamen Gesprächen angekündigt, ihre Zusammenarbeit ausbauen zu wollen.
16.07.2026, 05:0916.07.2026, 05:09

Die sich wandelnde, internationale politische Lage «habe die zwei Länder dazu veranlasst, ihre kämpferische Einheit zu stärken», sagte Jo Yong Won, Präsidiumsmitglied des nordkoreanischen Politbüros, laut staatlicher Nachrichtenagentur KCNA. Jo empfing den chinesischen Parteifunktionär Wang Huning, Mitglied im ständigen Ausschuss des Politbüros, in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang.

Wang befindet sich noch bis Freitag in Nordkorea. Anlass seines dreitägigen Staatsbesuchs ist der 65. Jahrestag des gegenseitigen Beistandsvertrags zwischen den zwei Staaten, die einst Seite an Seite während des Koreakriegs (1950-1953) kämpften. Dieser habe laut Wang «die rechtliche Grundlage dafür geschaffen, die im Blut geschmiedete kämpferische Freundschaft zwischen beiden Ländern zu festigen». Nordkorea ist Chinas einziger formeller Bündnispartner.

Erneut hoher Besuch aus China

Chinas Staatsmedien hatten ausser der Reiseankündigung zunächst noch nicht über Wangs Treffen berichtet. Wang gehört zum innersten Machtzirkel der Kommunistischen Partei und gilt als enger Vertrauter von Staats- und Parteichef Xi Jinping.

Mit ihm reiste nach Xis Nordkorea-Besuch Anfang Juni erneut ein hochrangiger Vertreter Pekings in das isolierte Nachbarland Chinas. Damals kündigten die Staatschefs Xi und Kim Jong Un «eine neue Ära» in den gegenseitigen Beziehungen an.

Militärisches Gebaren in der Region

Die Volksrepublik ist der wichtigste Handelspartner und Verbündete Nordkoreas. In der Region kommt es immer wieder zu militärischen Machtdemonstrationen. Vergangene Woche feuerte Chinas Militär in einem seltenen Test eine Interkontinentalrakete von einem Atom-U-Boot ab, die laut US-Angaben im Südpazifik landete.

Nordkoreas Machthaber Kim baute in den vergangenen Jahren sein Atomwaffenprogramm massiv aus. Zudem ging Nordkorea eine für das Land beispiellose Militärkooperation mit Russland ein. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine lieferte Pjöngjang nicht nur grosse Mengen an Munition und Artilleriegeschossen nach Moskau, sondern entsandte zudem bis zu 15'000 Soldaten zur Unterstützung der russischen Streitkräfte. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Frankreich feiert den Bastille-Tag 2026 mit einer Militärparade
1 / 27
Frankreich feiert den Bastille-Tag 2026 mit einer Militärparade

Frankreich feiert am 14. Juli Nationalfeiertag

quelle: keystone / thomas padilla
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Waldbrände wüten in Ontario, Kanada
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
3
Völkerrechts-Debatte bei «Markus Lanz»: Experte macht Putin-Vergleich
Bei «Markus Lanz» trafen drei renommierte Völkerrechtler aufeinander. Vor allem beim Iran-Krieg und beim Vorgehen Israels in Gaza gingen die Positionen auseinander.
«Aus meiner Sicht war das völkerrechtswidriges Handeln.» Mit diesem Satz stellte Heike Krieger gleich zu Beginn klar, wie sie den Angriff der USA und Israels auf den Iran bewertet. Präventive Selbstverteidigung, Doppelstandards, Staatsräson, Waffenlieferungen – die zentralen Streitfragen der internationalen Politik lagen an diesem Abend auf dem Tisch. Lanz hatte drei Völkerrechtler eingeladen, um über die Frage zu diskutieren: Schützt das Völkerrecht am Ende die Falschen?
Zur Story