International
Nordkorea

Trump sollte über was ganz anderes reden – über Opium!

President Donald Trump speaks during a briefing on the opioid crisis, Tuesday, Aug. 8, 2017, at Trump National Golf Club in Bedminster, N.J. From left are, White House senior adviser Kellyanne Conway, ...
Hätte er nur auf seine Notizen geschaut ... Donald Trump bei der Rede in seinem Golfclub. Bild: AP/AP

Trumps «Feuer- und Wut»-Ausraster: Er sollte über was ganz anderes reden – über Drogen!

Der US-Präsident hat seine Drohung gegen Nordkorea offenbar in einem völlig improvisierten Statement herausposaunt. Engste Vertraute reagieren überrascht. 
10.08.2017, 03:0810.08.2017, 09:31

Kim macht Raketen startklar, die USA drohen mit der Vernichtung Nordkoreas. Wegen absurden Aussagen von US-Präsident Donald Trump steuern wir auf die grösste nukleare Eskalation seit Jahren zu.

«Nordkorea wird mit Feuer und Zorn getroffen, wie es die Welt noch nicht gesehen hat.» Trump hat die kriegerischen Wortsalven bei seiner Pressekonferenz in seinem Golfresort in Bedminster improvisiert und offenbar ohne jegliche Absprache herausposaunt. Weder seine Sicherheitsberater noch Stabschef John Kelly seien informiert gewesen. Diplomatie nach Trump also. 

Als der US-Präsident seine indirekte Kriegsandrohung verkündete, lag vor ihm bloss ein Memo-Zettel auf dem Pult.  Wie die New York Times berichtete, handelte es sich um ein Papier um ein Fact-Sheet über Drogen – das Thema, worüber Trump eigentlich sprechen sollte. 

Dementsprechend versucht das Weisse Haus die Aussagen des Oberbefehlhabers herunterzuspielen. Mehrere Quellen sagten in grossen US-Medien wie Politico, dass man die Erklärungen «nicht überbewerten» sollte. 

Vier-Sterne-General und Stabschef Kelly sei überrascht, aber nicht schockiert über die Aussagen gewesen, so ein Reporter der New York Times. 

Steckt Bannon hinter der Attacke?

FILE - In this Feb. 7, 2017 file photo, White House chief strategist Steve Bannon listens as President Donald Trump speaks during a meeting with county sheriffs in the Roosevelt Room of the White Hous ...
Trump-Berater Steve BannonBild: AP/AP

Wer aber hat denn Trump den Floh ins Ohr gesetzt? Auf sozialen Medien vermuten viele Leute, dass sein Chefberater Steve Bannon dahintersteckten könnte. Dies scheint jedoch unwahrscheinlich: Bannon hat laut der New York Times Trump geraten, sich auf den übergeordneten Konflikt mit China zu konzentrieren und dem Schurkenstaat Nordkorea nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. 

Der nationale Sicherheitsberater, General McMaster und Verteidigungsminister Jim Mattis hingegen verfolgen gegenüber Nordkorea eine harte Linie. Mattis legte denn auch am Mittwochabend nach und rief die Regierung in Pjöngjang auf, ihr Programm zur Entwicklung atomarer Waffen aufzugeben und warnte nachdrücklich vor allen «Aktivitäten, die zum Ende des Regimes und zur Vernichtung seines Volkes führen würden».

(amü)

Nuklear-Drohung oder einfach Trumps Lieblings-Redewendung?

Video: watson

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Sicherstellungen bei «Zeit»: Gericht hebt eigenen Durchsuchungsbeschluss auf
Nach der Sicherstellung von Interviews mit den Block-Kindern bei einer Journalistin der «Zeit» hat das Landgericht Hamburg Teile seines eigenen Durchsuchungsbeschlusses aufgehoben und das Vorgehen bei einem Teil der Aufzeichnungen für rechtswidrig erklärt. Für den Prozess seien nur Tonaufnahmen bezüglich der mutmasslich geschädigten jüngeren Tochter relevant, argumentierte das Gericht. «Die vorläufige Sicherstellung der Tonaufzeichnungen die ältere Tochter betreffend hat die Kammer vor diesem Hintergrund für rechtswidrig erklärt», heisst es in der Pressemitteilung. Zuvor hatten die Journalistin und der «Zeit»-Verlag Beschwerde eingelegt.
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