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Details zu Öl-Deal zwischen USA und Venezuela veröffentlicht

Details zu Öl-Deal zwischen USA und Venezuela veröffentlicht

01.09.2026, 11:1601.09.2026, 11:16

Die US-Regierung hat Details zu ihrem geplanten Öl-Abkommen mit Venezuela veröffentlicht. Eine zentrale Rolle soll dabei das Unternehmen North American Blue Energy Partners (NABEP) übernehmen, wie aus einer Mitteilung des Weissen Hauses am Montag hervorgeht.

Demnach räumt NABEP dem US-Verteidigungsministerium einen Anteil von 35 Prozent an seiner Muttergesellschaft ein. Zudem gewährt das Unternehmen dem US-Aussenministerium das Recht, 20 Prozent des derzeit und künftig produzierten Öl zum Selbstkostenpreis zu erwerben. Für die restlichen 80 Prozent der Produktion erhält das Aussenministerium ein Vorkaufsrecht.

Die US-Regierung bekommt zusätzlich ein Vetorecht bei der Ernennung von Mitgliedern des Verwaltungsrats. Eine Mehrheit der Verwaltungsratsmitglieder müssen US-Staatsbürger sein. NABEP ist nach eigenen Angaben der zweitgrösste Ölproduzent in Venezuela. Es rechnet mit Investitionen von fast 100 Milliarden US-Dollar in die venezolanische Ölindustrie und mehr als 209 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen für den venezolanischen Fiskus.

epa13199224 An oil tanker sails off the coast of Maracaibo, Venezuela, 29 August 2026. US President Donald Trump announced on 28 August that the United States had secured majority control of more than ...
Ein Öltanker fährt am 29. August 2026 vor der Küste von Maracaibo, Venezuela, vorbei.Bild: keystone

Experten sind skeptisch

Das Abkommen soll die venezolanische Ölproduktion deutlich steigern und die Energiesicherheit der USA stärken. Experten erwarten allerdings, dass es wegen des schlechten Zustands der venezolanischen Ölindustrie Jahre dauern dürfte, bis zusätzliche Fördermengen spürbar werden.

«Die Zahl der Reserven ist ein Bestand, der Jahrzehnte brauchen wird, um in tatsächliche Förderung umgewandelt zu werden,» schrieb Tracy Shuchart, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Hightower Resource Advisors auf der Plattform X. «Die Ölmengen, die tatsächlich Einfluss auf die Spritpreise in den USA haben könnten, werden voraussichtlich erst in fünf bis 15 Jahren verfügbar sein.»

Das Öl-Geschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump will seit der Festnahme des damaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang des Jahres die grossen Ölvorkommen des Landes für sich nutzen. Trump steht innenpolitisch unter Druck, weil der Iran-Krieg die Treibstoffpreise auch in den USA in die Höhe treibt.

Mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel verfügt Venezuela über die grössten Ölreserven der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann. Trotz der enormen Reserven liegt die venezolanische Ölproduktion derzeit bei etwa einer Million Barrel pro Tag. Vor rund 20 Jahren waren es noch fast drei Millionen Barrel täglich. (hkl/sda/dpa)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jep.
01.09.2026 11:54registriert Januar 2022
Bitte was? Eine de-facto Verstaatlichung eines ausländischen Unternehmens nach einer militärisch herbeigeführten Entführung des Staatsoberhaupts wird hier als Abkommen beschrieben? Immerhin nicht als "Deal"...

Das ist Kolonialismus und Raub. Dieses Öl gehört Venezuela und sämtliche Einkünfte dem Land und damit seinem Souverän.
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Grüner Kobold
01.09.2026 11:48registriert Oktober 2018
Warum zum Geier wird das Abkommen genannt? Das ist Neo-Kolonialismus, Diebstahl, mit der Pistole am Kopf!

Das ist ein Koloniales Diktat.
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