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Russischer Ölkonzern Lukoil plant Verkauf an US-Firma Carlyle

epa12566926 A Lukoil gas station advertising board in Bucharest, Romania, 03 December 2025. The Romanian government approved on 02 December a mechanism for state intervention in companies affected by  ...
Es sei ein Vertrag geschlossen worden, der aber von der Zustimmung der US-Finanzbehörde abhängig sei, teilte Lukoil am Donnerstag mit.Bild: keystone

Nächster Versuch: Russischer Ölkonzern Lukoil plant Verkauf an US-Firma Carlyle

29.01.2026, 11:0129.01.2026, 11:01

Der mit US-Sanktionen belegte russische Ölkonzern Lukoil plant den Verkauf seines Auslandsgeschäfts an die US-Investmentfirma Carlyle. Es sei ein Vertrag geschlossen worden, der aber von der Zustimmung der US-Finanzbehörde abhängig sei, teilte Lukoil am Donnerstag mit.

Das Geschäft in Kasachstan soll Lukoil zufolge von dem Verkauf an Carlyle ausgenommen werden. Gleichzeitig werde mit anderen möglichen Käufern verhandelt. Von Carlyle gab es bislang keine Stellungnahme.

Verkauf in die Schweiz scheiterte

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Oktober Sanktionen gegen die grossen russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil verhängt, um Moskau zu einem Ende des Ukraine-Kriegs zu drängen. Danach scheiterte ein Versuch von Lukoil, seine ausländischen Vermögenswerte an den Schweizer Rohstoffhändler Gunvor zu verkaufen.

Das US-Finanzministerium legte sein Veto ein, weil ein Gründer von Gunvor der russische Geschäftsmann Gennadi Timtschenko war, ein Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin. Timtschenko hat sich allerdings schon 2014 aus der Firma zurückgezogen.

US-Investmentfirma

Der neue potenzielle Käufer The Carlyle Group mit Sitz in Washington ist eine der grössten Investmentfirmen der Welt und verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte von 474 Milliarden US-Dollar.

Die Auslandsgeschäfte von Lukoil umfassen Hunderte Tankstellen in etwa 20 Ländern, auch in der EU, und mehrere Raffinerien. Dazu ist die russische Firma an Förderprojekten in den ehemaligen Sowjetrepubliken Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan, aber auch in anderen Staaten beteiligt. (sda/awp/dpa)

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