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Bahnchaos bei der Deutschen Bahn: Das war die Ursache

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Nichts ging mehr bei der Deutschen Bahn in der Nacht auf Mittwoch. Bild: Keystone

Bahn-Chaos in Deutschland: Das Wichtigste zum landesweiten Ausfall in 5 Punkten

Der Verkehr der Deutschen Bahn (DB) war am Dienstagabend und am Mittwochmorgen wegen einer Störung bundesweit eingestellt, auch Privatbahnen in mehreren Städten fielen aus. Die Schweiz hingegen war nicht betroffen. Das Wichtigste zum Bahn-Chaos in 5 Punkten.
24.06.2026, 02:1624.06.2026, 11:16

Was ist passiert?

Für Passagiere der Deutschen Bahn war es eine Nacht des Chaos. Kurz vor Mitternacht stand der komplette Bahnverkehr in Deutschland wegen einer landesweiten Störung still, Reisende wussten nicht, wie es weiterging. Videos und Bilder in den sozialen Medien zeigen riesige Schlangen vor den Infoportalen der Deutschen Bahn.

epa13059608 Passengers queue at the Deutsche Bahn service point in the arrivals hall at the main station in Bremen, Germany, 23 June 2026. Deutsche Bahn said all trains were being held at stations due ...
Menschen stehen beim Informationsstand der Deutschen Bahn Schlange. Bild: Keystone

Um 1 Uhr in der Nacht konnte die Störung dann behoben werden. «Der Verkehr läuft nun Schritt für Schritt wieder an», sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur DPA um diese Zeit. IT-Experten der DB hätten pausenlos an einer Lösung gearbeitet.

Betroffen war nicht nur der Zugverkehr. In einigen Städten fielen auch S-Bahnen aus, die von der Deutschen Bahn betrieben werden. Ebenso betroffen war der Güterverkehr, der vor allem abends und nachts unterwegs ist.

In Berlin war der Verkehr im gesamten S-Bahn-Netz eingestellt. Auch in Stuttgart hiess es in der Nacht: «Derzeit werden alle S-Bahnen im gesamten S-Bahn-Netz an den Bahnsteigen zum Halten gebracht.»

Auch verschiedene Privatbahnen waren betroffen. Das Unternehmen Metronom, das Nahverkehrszüge in Niedersachsen, Bremen und Hamburg betreibt, teilte mit, dass alle Züge auf allen Strecken betroffen waren.

Video: twitter/Excision77

Muss weiter mit Einschränkungen gerechnet werden?

Teils sollten die Probleme bis zum Berufsverkehr am Morgen anhalten. So teilte etwa die DB Regio Mitte auf der Plattform X mit, bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert habe, müsse heute mindestens bis 6 Uhr mit hohen Folgeverspätungen und kurzfristigen Fahrtausfällen gerechnet werden.

Auf der Regionalseite der DB für Nordrhein-Westfalen hiess es nach dem Ende der Störung: «Bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert hat, wird es jedoch noch einige Zeit dauern.» Man solle mit hohen Verspätungen und Ausfällen rechnen.

Was war die Ursache?

Ursache für den deutschlandweiten Ausfall im Schienenverkehr in der Nacht war aus Sicht der Deutschen Bahn der planmässige Tausch einer technischen Komponente beim Zugfunksystem GSM-R.

«Wie es dadurch genau zu der Störung kam, analysieren wir nun mit höchster Priorität», teilte der Chef der für die Infrastruktur zuständigen DB InfraGo, Philipp Nagl, mit. Weitere Details, etwa zur Art der technischen Komponente, wurden zunächst nicht bekannt.

Wie reagierte die Deutsche Bahn?

Während des Stillstands gab es zum Teil kaum Auskünfte für Fahrgäste. Viele Reisende sassen durch den Ausfall fest. Zwar wurden laut einem Bahnsprecher Taxi- und Hotelgutscheine ausgegeben – in Frankfurt am Main berichteten Menschen aber zum Beispiel, es gebe in der ganzen Stadt gar kein Hotelzimmer mehr. Und: Ein ICE nach Mannheim und Stuttgart fuhr dort nahezu ohne Passagiere los. Niemand hatte den vielen Wartenden vor der Abfahrt Bescheid gegeben. Unter anderem am Berliner Hauptbahnhof beklagten Fahrgäste, dass es keine Auskünfte gab.

Die Deutsche Bahn liess noch in der Nacht verlauten: «Dort, wo es möglich war, wurden Aufenthaltszüge zur Verfügung gestellt.» Und: «Die DB entschuldigt sich bei den Reisenden für die Situation.» Man danke allen Fahrgästen für die Geduld.

War auch die Schweiz betroffen?

Nein, der Schweizer Zugverkehr war nicht von der Störung betroffen. Dies sagte SBB-Sprecher Moritz Weisskopf auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die SBB hätten mit der Deutschen Bahn in Kontakt gestanden.

(ome, mit Materialien der Nachrichtenagenturen SDA und DPA)

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quelle: keystone / michel euler
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100 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rivka
24.06.2026 05:33registriert April 2021
'Die DB hat die Ursache der Störung nach Mitternacht identifiziert, den Angaben eines Sprechers zufolge war der digitale Bahnfunk GSM-R gestört.'

Und was hat den digitalen Bahnfunk gestört?
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Cholianer
24.06.2026 06:19registriert März 2020
Gerade war der 21. Jahrestag von unserem Landesweiten Bahnstrom-Ausfall vom 21. juni 2005, wo einen ganzen Abend lang schweizweit nichts mehr ging.

Bei aller Schadenfreude über die Deutsche Bahn. So eine IT-Störung könnte sicherlich auch bei uns passieren, wenn so diverse Faktoren zusammenkommen.
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Thomas Meister
24.06.2026 06:08registriert April 2019
Naja, gerade ist der Zug Schaffhausen-Zürich ausgefallen. Und diese Verbindung übernimmt die Deutsche Bahn. Von wegen die CH ist nicht betroffen.
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