International
ÖV

Deutsche Bahn verschiebt Start von Stuttgart 21 auf Ende 2031

Hauptbahnhof Stuttgart. Baustelle Stuttgart 21. Hier entsteht der neue Durchgangsbahnhof. Ausblick vom Info Turm Stuttgart ITS auf das Dach des neuen Bahnhof. // 12.06.2026, Stuttgart, Baden-Württembe ...
Baustelle Stuttgart 21. Foto vom 12.Juni 2026. Hier entsteht der neue Durchgangsbahnhof.Bild: www.imago-images.de

Deutsche Bahn verschiebt Start von Stuttgart 21 auf Ende 2031

Die Deutsche Bahn verschiebt die Inbetriebnahme des Bahnprojekts Stuttgart 21 um fünf Jahre. Der neue Tiefbahnhof solle Ende 2031 in Betrieb genommen werden, sagten Bahnvertreter Teilnehmerkreisen zufolge im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages.
24.06.2026, 10:2424.06.2026, 10:24

Im November hatte die Bahn die für Ende 2026 geplante Teileröffnung des neuen Tiefbahnhofs in Stuttgart unter anderem wegen Problemen bei der Digitalisierung abgesagt. Bahnchefin Evelyn Palla hatte daraufhin zunächst keinen neuen Termin genannt und eine umfassende Überprüfung des Projektes angekündigt.

Die Verschiebung auf 2031 ist nun ein Ergebnis dieser Prüfungen. Über den neuen Termin war bereits in den vergangenen Wochen von mehreren Medien berichtet worden.

Inbetriebnahme schon häufig verschoben

Gebaut wird an dem Projekt bereits seit 2010. Die Inbetriebnahme war bereits mehrfach verschoben worden, zuletzt auf Dezember 2026. Bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung im Jahr 2009 war man von einer Eröffnung 2019 ausgegangen.

Das Projekt Stuttgart 21 steht nicht nur für den Bau des neuen Hauptbahnhofs in der süddeutschen Stadt, sondern für die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden neue Bahnhöfe – etwa ein neuer Fernbahnhof am Flughafen -, Dutzende Kilometer Schienenwege und Tunnelröhren, Durchlässe sowie Brücken.

Bahnknoten wird auch komplett digitalisiert

Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm schliesst neben Stuttgart 21 auch den Neubau der bereits 2022 eröffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm ein. Herzstück von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der im Gegensatz zum bisherigen Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof sein wird.

Im Rahmen von Stuttgart 21 wird der Bahnknoten in Stuttgart zugleich als erster deutschlandweit komplett digitalisiert. Züge des Fern- und Regionalverkehrs sowie S-Bahnen sollen dann mit dem digitalen Zugsicherungssystem ETCS fahren – und zwar nur damit. Klassische Lichtsignale werden im Stuttgarter Bahnknoten nicht mehr verbaut.

Auch die Kosten für das Projekt haben sich über die Jahre steil nach oben entwickelt. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer Höhe von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Zuletzt bezifferte die Bahn die Kosten auf rund 11,3 Milliarden Euro – mit der erneuten Verschiebung um fünf Jahre dürften diese aber noch deutlich ansteigen. Die Mehrkosten muss die staatseigene Bahn einem Gerichtsurteil zufolge alleine tragen. (hkl/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese 31 Bilder zeigen, wie Europa der Hitzewelle trotzt
1 / 33
Diese 31 Bilder zeigen, wie Europa der Hitzewelle trotzt

Am Sonntag wurde es in Paris 37 Grad.

quelle: keystone / michel euler
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Bahnchaos in Deutschland
Video: twitter
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
67 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
THEOne
24.06.2026 12:21registriert März 2019
Mit der 21 ist das jahrhundert nicht der jahrgang gemeint. Insofern haben sie noch 74 jahre zeit. Sollte passen...
220
Melden
Zum Kommentar
67
Bericht: Höchster US-Militär versucht, Trump-Umfeld von Iran-Exit zu überzeugen
Dan Caine ist der ranghöchste US-Militär. Laut einem Medienbericht hat Caine seine Bemühungen, einen Ausweg aus dem Iran-Krieg zu finden intensiviert. Gegenüber Donald Trump soll er sich im Gegensatz zu Ministern und Beratern aber zurückhaltender äussern.
«Caine sucht nach einem Ausweg», zitiert CNN eine anonyme Quelle aus dem Umfeld des Weissen Hauses. Dan Caine, der Vorsitzende des Generalstabs der Streitkräfte der Vereinigten Staaten und damit der ranghöchste US-Militär, habe in den vergangenen Wochen versucht, anderen hochrangigen Beratern von US-Präsident Donald Trump in Vier-Augen-Gesprächen klarzumachen, dass die USA einen Ausweg aus dem Krieg mit dem Iran finden müssten.
Zur Story