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Rassismus

Fast jeder dritte Deutsche ausländerfeindlich

Fast jeder dritte Deutsche laut Studie ausländerfeindlich

07.11.2018, 13:0407.11.2018, 13:39
01.09.2018, Sachsen, Chemnitz: Teilnehmer der Demonstration von AfD und dem ausländerfeindlichen Bündnis Pegida, der sich auch die Teilnehmer der Kundgebung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro ...
Bild: dpa-Zentralbild

Ausländerfeindliche Einstellungen greifen in Deutschland immer stärker um sich. Nach einer Untersuchung der Universität Leipzig vertritt inzwischen fast jeder dritte Deutsche solche Positionen.

Im Osten stimmt sogar fast jeder Zweite ausländerfeindlichen Aussagen wie «Ausländer nutzen den Sozialstaat aus» zu. Während antisemitische Einstellungen im Vergleich zu 2016 leicht zurückgegangen seien, habe sich vor allem die Abwertung von Muslimen sowie von Sinti und Roma verfestigt, stellen die Autoren der Studie «Flucht ins Autoritäre» fest, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Demnach stimmt inzwischen deutschlandweit mehr als die Hälfte der Bevölkerung (55 Prozent) der Aussage zu «Durch die vielen Muslime hier fühle ich mich manchmal wie ein Fremder im eigenen Land». Als die Forscher diese Frage zwei Jahre zuvor gestellt hatten, lag die Zustimmung bei 50 Prozent. 2014 waren es 43 Prozent.

Die Teilnehmenden der Studie waren auch nach ihrer Wahlpräferenz gefragt worden. Dabei zeigte sich den Angaben zufolge: 55 Prozent der Menschen, die angaben, sie würden die AfD wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, äusserten sich ausländerfeindlich.

Unter denjenigen, die CDU, CSU und SPD wählen würden, waren demnach 22 Prozent Ausländerfeinde. Für die Wähler der FDP ermittelten die Forscher einen Wert von 18 Prozent. Bei den Anhängern von Linkspartei (15 Prozent) und Grünen (11 Prozent) waren es deutlich weniger.

Für die Studie waren im Mai und Juni dieses Jahres deutschlandweit 2416 Menschen im Alter zwischen 14 und 93 Jahren befragt worden. (aeg/sda/dpa)

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Video: lia haubner
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