International
Rassismus

Nordirland: Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein

Nordirland: Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein

Nach schweren rassistisch motivierten Ausschreitungen in Nordirland hat die Polizei im Grossraum der Hauptstadt Belfast nach eigenen Angaben Wasserwerfer gegen gewalttätige Demonstranten eingesetzt.
11.06.2026, 04:2111.06.2026, 04:21

Die Polizei rief Verkehrsteilnehmer und Passanten in der Vorstadt Newtownabbey auf, den Bereich zu meiden, da Gegenstände wie Ziegelsteine, Flaschen und Steine auf die Polizei geworfen worden seien. Zudem seien Mülleimer in Brand gesetzt worden, hiess es in einer Mitteilung.

epaselect epa13029441 Protesters set fires during disorder on Antrim Road in Newtownabbey, north Belfast, Northern Ireland, 10 June 2026. A 30-year-old Sudanese national has been charged with attempte ...
Die Ausschreitungen in Belfast hielten am Mittwoch an.Bild: keystone

Nach Angaben der BBC versammelten sich in Newtownabbey rund 200 Menschen. Ein Reporter des Senders berichtete, eine Gruppe habe sich einer Unterkunft für Migranten nähern wollen. Der Polizei sei es aber gelungen, sie daran zu hindern.

Menschenansammlungen gab es nach britischen Medienberichten wie am Tag zuvor auch ausserhalb der Hauptstadtregion. Der Abend verlief den Berichten zufolge insgesamt aber zunächst ruhiger als am Dienstag.

Belfast war am Dienstagabend von rassistischen Krawallen erschüttert worden. Hintergrund war ein Messerangriff, für den ein Flüchtling aus dem Sudan wegen versuchten Mordes angeklagt wurde. Randalierer zogen nach der Tat teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand, darunter einen Bus. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, Bewohner mussten gerettet werden. Mehrere Hundert Menschen hatten sich zuvor versammelt, um gegen Migranten und Einwanderung zu demonstrieren. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
35 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Ach-so
11.06.2026 07:48registriert September 2025
Das kommt davon, wenn man jahrelang Migration fördert und gleichzeitig die Probleme, die daraus entstehen, einfach ignoriert. Rechtfertigt das solche Taten? Nein. Dennoch bleiben sich viele Linke treu, indem sie die Täter zu Opfern machen, nur um sich nicht eingestehen zu müssen, dass Migration und Integration eben nicht funktionieren wie sie es gerne sehen würden.
7024
Melden
Zum Kommentar
35
Selenskyj als erster ausländischer Staatschef bei Burnham
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist als erster internationaler Gast von Grossbritanniens neuem Premier Andy Burnham empfangen worden.
Die Wahl des Besuchers sei kein Zufall gewesen, sagte Burnham bei dem Treffen in der südenglischen Hafenstadt Portsmouth, wo er den Ukrainer auf einem Marinestützpunkt im Schatten des Flugzeugträgers «HMS Queen Elizabeth» begrüsste. Man wolle die klare Botschaft senden, dass Grossbritannien zu 100 Prozent an der Seite der Ukraine stehe. Er werde jede einzelne Zusage seines Landes vollständig einhalten, versprach der sozialdemokratische Politiker.
Zur Story