Trotz Problemen mit Triebwerk: Starship-Rakete gelangt in Orbit und schreibt Geschichte
Nach dem Starship-Start gab es kurzzeitig Verwirrung. Wie ein Kommentator auf dem SpaceX-Livestream sagte, fiel ein Triebwerk aus – es wurde bereits mit einem Abbruch des Versuchs spekuliert.
Ein paar Minuten später war es aber soweit: Die Starship-Rakete kam im Orbit an. Danach begann das Ausbringen der 26 V3-Satelliten (siehe Box). Diese haben nach ihrem Aussetzen ihre Antennen ausgeklappt, Solarpaneele entfaltet und dann Verbindungen zur Erde und anderen Starlink-Satelliten hergestellt.
Ersten Informationen von SpaceX zufolge schien auch das weitgehend nach Plan zu funktionieren. Zuvor war das Aussetzen von Satelliten bei Tests schon mehrfach simuliert worden.
Die weiteren Entwicklungen kannst du live auf X oder auf der Webseite von SpaceX mitverfolgen.
Erstens wird es das erste Mal sein, dass eine Starship in die Erdumlaufbahn gebracht wird. Damit wird die «nächste Phase der Entwicklung von Starship beginnen, um die Rakete vollständig und schnell wiederverwendbar» zu machen, schreibt SpaceX auf seiner Webseite. Die Rakete wird in einer Höhe von etwa 275 Kilometern über der Erde fliegen und im Laufe des rund 10-stündigen Fluges sechs Mal den Planeten umrunden. Die Landung ist im Pazifik westlich von Chile geplant.
Zweitens wird im Zuge des Fluges die dritte Generation der Starlink-V3-Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht werden. Diese insgesamt 26 Satelliten sind gemäss SpaceX zehnmal so leistungsstark wie die alte Generation und sollen «die Kapazität des Netzwerks und die Übertragungsgeschwindigkeiten für die Nutzer erheblich steigern», schreibt SpaceX.
Bis jetzt hat SpaceX sein Starship in früheren Flügen bewusst auf eine «passiv sichere suborbitale Flugbahn» gebracht. So stellte das Unternehmen sicher, dass im Falle eines Kontrollverlusts die Rakete auf einer sicheren Flugbahn blieb und nicht über ein Wohngebiet abstürzte.
Nun strebt das Unternehmen mit dem 14. Starship-Flug die nächste Phase in der Entwicklung an.
