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Mindestens acht Tote bei russischer Angriffswelle in der Ukraine

epa13120131 Ukrainian rescuers work at the site of a Russian missile strike on a residential area in Kyiv, Ukraine, 19 July 2026, amid the Russian invasion. At least one person was killed and 15 other ...
Die Ukraine ist in der Nacht wieder zur Zielscheibe einer massiven Angriffswelle des russischen Militärs geworden (Archivbild).Bild: keystone

Mindestens acht Tote bei russischer Angriffswelle in der Ukraine

30.07.2026, 04:1930.07.2026, 06:01

Städte bis im weit von der Grenze entfernten Westen des Landes seien mit Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern sowie Hunderten Drohnen attackiert worden, berichteten ukrainische Medien am Morgen. Es gebe mindestens acht Tote und mehr als ein Dutzend Verletzte.

In der Stadt Krywyj Rih wurde nach einem Bericht des «Kyiv Independent» das Wohnhaus einer Grossfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort habe es sechs Tote gegeben, darunter zwei Kinder im Alter von 5 und 12 Jahren, sowie acht Verletzte. Aus der Hauptstadt Kiew und dem Gebiet Poltawa wurden zwei weitere Todesopfer gemeldet. In Lwiw gebe es fünf Verletzte, hiess es unter Verweis auf Behördenangaben. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen. Das genaue Ausmass der Schäden war bei Tagesanbruch noch unklar.

In zwei grossen Wohnblöcken in Lwiw nahe der polnischen Grenze seien nach Raketentreffern Brände ausgebrochen, hiess es in den Berichten. Auch in Kiew seien mehrere Gebäude getroffen worden, allerdings wohl von herabstürzenden Trümmern. Reporter sprachen von mehreren Explosionswellen im Laufe der Nacht.

Selenskyj hatte vorab vor Angriffen gewarnt

Dem Bericht zufolge hatte die Luftwaffe Warnungen für die ganze Ukraine ausgegeben und landesweit Alarmsirenen ausgelöst. Überraschend kam der Angriff indes nicht: Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Mittwoch vor einem unmittelbar bevorstehenden schweren Angriff Russlands aus der Luft gewarnt. Erst vor wenigen Tagen hätten die Angreifer die Ukraine attackiert «und die Wahrscheinlichkeit ist hoch», dass ein solcher Schlag auch heute Nacht ausgeführt werde, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken. Er berief sich dabei auf einen Lagebericht des ukrainischen Luftwaffenchefs.

Die ukrainischen Streitkräfte beklagen, dass ihnen Flugabwehrraketen fehlten, um feindliche Geschosse vom Himmel holen zu können - insbesondere ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzuwehren sind. In seiner Warnung rief Selenskyj die westlichen Partner daher erneut dazu auf, der Ukraine zu helfen. Das betreffe speziell die USA und andere Länder, die über moderne Patriot-Systeme verfügten. (sda/dpa)

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