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Russland

Ukraine: Luftangriffe auf Saporischschja setzen Wohnblock in Flammen

In this photo provided by the Zaporizhzhia Regional Administration on Tuesday, June 16, 2026, a building burns after a Russian strike in Zaporizhzhia, Ukraine. (Zaporizhzhia Regional Administration vi ...
Ein Wohnblock in steht in Flammen. Bild: keystone

Russische Luftangriffe auf Saporischschja setzen Wohnblock in Flammen

17.06.2026, 03:5817.06.2026, 03:58

Bei russischen Luftangriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine hat es in der Nacht nach Behördenangaben mindestens ein Todesopfer und sieben Verletzte gegeben. Wegen russischer Drohnen im Luftraum galt am Morgen eine Warnung vor weiteren Einschlägen für die Bevölkerung, wie die Nachrichtenseite «The Kyiv Independent» berichtete. Laut Militärgouverneur Iwan Fedorow sei vor allem zivile Infrastruktur beschädigt worden und ein mehrstöckiger Wohnblock in Flammen aufgegangen.

Nach Polizeiangaben sei ein Mann – das einzige Todesopfer – getötet worden, als eine von Dutzenden russischen Drohnen sein Auto getroffen habe, hiess es in dem Bericht. Ziel der Luftangriffe war demnach ein Wohngebiet, auch die örtliche Universität und ein Einkaufszentrum sollen beschädigt worden sein. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Luftangriffe werden intensiver – Opferzahlen steigen

Saporischschja ist vor allem für sein riesiges Atomkraftwerk bekannt, das russische Truppen zu Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 eroberten. Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von rund 6'000 Megawatt grösste AKW Europas wurde bei der jüngsten Attacke anscheinend nicht getroffen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen Russlands Angriffskrieg, den das Nachbarland inzwischen vor allem mit Raketen und Drohnen führt. Zwar arbeitet die Drohnenabwehr der Ukrainer effektiv, dennoch richten russische Raketen nach wie vor grosse Schäden an.

Die Intensität der Angriffe und die Zerstörungskraft der von Russland eingesetzten Waffentypen hat in den vergangenen Wochen und Monaten nochmals zugenommen: Der Mai war nach Angaben der Vereinten Nationen mit 274 Todesopfern und fast 1'800 Verletzten der verheerendste Kriegsmonat seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. (sda/dpa)

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quelle: keystone / bo amstrup
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