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Schule - Bildung

Laut UN fehlt Hilfsorganisationen Geld für Frauen und Mädchen in Not

epa12909967 Afghan children attend a class at the 'Mansoor Rasa Mohammad' private school, in Kabul, Afghanistan, 23 April 2026. Madina Mansoor, an educator in Kabul, founded a primary school ...
Ein Bericht der UN-Frauenorganisation «UN Women» zeigt, dass aufgrund von Kürzungen von Entwicklungsgeldern mindestens eine Million Frauen und Mädchen den Zugang zu dringend benötigten Unterstützungsangeboten verloren haben.Bild: keystone

Hilfsorganisationen fehlt Geld für Frauen und Mädchen in Not

10.07.2026, 14:1410.07.2026, 14:14

Infolge der massiven Kürzungen internationaler Hilfsgelder haben den Vereinten Nationen zufolge mindestens eine Million Frauen und Mädchen den Zugang zu dringend benötigten Unterstützungsangeboten verloren. Das geht aus einem von der UN-Frauenorganisation «UN Women» veröffentlichten Bericht hervor. «Während bewaffnete Konflikte den höchsten Stand seit 80 Jahren erreichen, geht Organisationen, die lebensrettende Hilfe für Frauen und Mädchen leisten, das Geld aus», heisst es darin.

Die Entwicklungshilfe ist laut Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahr 2025 um 23 Prozent gesunken – der stärkste je verzeichnete Rückgang binnen eines Jahres. Haupttreiber ist demnach der weitestgehende Rückzug der USA aus der internationalen Entwicklungshilfe. Aber auch Deutschland, Grossbritannien, Japan und Frankreich hätten mit Kürzungen in dem Bereich merklich dazu beigetragen, erklärt die OECD.

Demonstrators and lawmakers rally against President Donald Trump and his ally Elon Musk as they disrupt the federal government, including dismantling the U.S. Agency for International Development, whi ...
Demonstrierende und Abgeordnete protestieren gegen die Auflösung der Entwicklungsbehörde USAID.Bild: keystone

«Jeder Dollar, der Frauenorganisationen entzogen wird, fehlt den Überlebenden konfliktbedingter sexueller Gewalt, vertriebenen Müttern, Mädchen, die zum Schulabbruch gezwungen wurden, und Gemeinschaften, die ums Überleben kämpfen», wurde Sofia Calltorp, Leiterin der humanitären Hilfe bei UN Women, in dem Bericht zitiert.

Die Bestandsaufnahme stützt sich auf Auskünfte von mehr als 800 Organisationen in 52 Ländern. Fast neun von zehn Organisationen berichteten demnach, den Hilfsbedarf nicht mehr decken zu können. 84 Prozent hätten erklärt, dass die Nachfrage nach ihren Angeboten gestiegen sei. Doch besonders in abgelegenen und schwer erreichbaren Regionen seien Hilfsangebote eingestellt worden. Geschlechtsspezifische Gewalt habe unterdessen zugenommen, 86 Prozent hätten von einem Anstieg solcher Gewalt berichtet. (sda/dpa)

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