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Russischer Oligarch fordert 500 Mio. Franken von der Credit Suisse

19.06.2022, 15:3619.06.2022, 16:21

Die Credit Suisse sieht sich mit einem neuen, millionenschweren Rechtsfall konfrontiert. Wie die «Sonntagszeitung» schreibt, fordert der russischstämmige Oligarch Vitaly Malkin 500 Millionen Franken von der Grossbank. Die CS wies Vorwürfe im Zusammenhang mit diesem Fall in einer Stellungnahme zurück.

Malkin will von der CS für die Verluste entschädigt werden, die ihm der ehemalige umstrittene Kundenberater Patrice Lescaudron eingebrockt hat. Da die Bank bisher nicht auf sein Gesprächsangebot eingegangen sei, setze Malkin mit einer Betreibung Druck auf die CS auf, heisst es im Bericht weiter.

Vitaly Malkin fordert von der CS 500 Millionen Franken.
Vitaly Malkin fordert von der CS 500 Millionen Franken.Bild: instagram/vmalkine

Betreut wurde Malkin wie auch sein ehemaliger Geschäftspartner, der frühere georgische Premierminister Bidsina Iwanischwili, vom CS-Kundenberater Patrice Lescaudron von Genf aus. Lescaudron wurde 2018 wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Zwei Jahre später nahm er sich das Leben.

Lescaudron hatte zwischen 2007 und 2011 allein von Iwanischwili umgerechnet 80 Millionen Franken veruntreut, um Verluste in anderen Kundendepots zu kaschieren. Zudem hatte er Millionen für sich selbst abgezweigt.

Iwanischwili hat die CS auf den Bermudas und in Singapur verklagt. Ende März hatte ihm ein Gericht auf den Bermudas Schadenersatz über 500 Millionen Dollar zugesprochen. Dabei kamen die Richter wie die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) zum Schluss, dass Lescaudron von der Bank zu wenig kontrolliert worden war.

Vermögen um rund 600 Millionen Franken geschrumpft

Nun trete Malkin auf den Plan, der bis heute nicht genau wisse, was mit seinem Vermögen geschehen sei, schreibt die «Sonntagszeitung» weiter. Wie der Zeitung vorliegende Dokumente zeigen, steckten 2007 insgesamt 824 Millionen Franken von Malkin in einem komplexen Vermögenskonstrukt. Ein Jahr später waren es rund 600 Millionen weniger.

Wo das Geld hin ist und ob die Auszüge überhaupt stimmen, bleibt unklar. Malkin fordert die CS dazu auf, weitere Dokumente herauszugeben. Die CS weist derweil sämtliche Vorwürfe Malkins zurück.

«Die Credit Suisse wurde von allen gerichtlichen Instanzen als geschädigte Partei in dieser Angelegenheit anerkannt», heisst es vonseiten der CS auf Anfrage von AWP in einer Stellungnahme. «Im Strafverfahren gegen den ehemaligen Kundenberater wurde festgestellt, dass der ehemalige Kunde durch die kriminellen Handlungen des Kundenberaters nicht geschädigt wurde.» (saw/sda/awp)

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56 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Doppellottotreffer
19.06.2022 16:33registriert September 2021
Das ist doch noch gar nichts, ich habe gleeich eine ganze Milliarde gefordert (ich mag eben keine halben Sachen).
Bis jetzt hat sich die Creit Suisse nicht bei mir gemeldet. Ich interpretiere das mal so, dass sie damit einverstanden sind.
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f303
19.06.2022 17:20registriert Februar 2014
Schon ein erstaunlicher Zufall, dass der Verlust, für den ausschliesslich der fehlbare Bänker schuld sein soll, genau mit der Finanzkrise zusammenfällt. So kann man aber natürlich auch versuchen, das damals verbrannte Geld wieder herzuzaubern.
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rundumeli
19.06.2022 16:35registriert April 2014
was ist der unterschied zwischen credit suisse, lauber und infantino ?

nix ... wenn sie auf unschuld plädieren , kann man ein grinsen sich kaum verkneifen ;-)
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