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Zwei UN-Blauhelmsoldaten im Südsudan getötet

FILE - In this Sunday, June 18, 2017 file photo, peacekeepers from the United Nations Mission in South Sudan (UNMISS) provide security during a visit of UNCHR High Commissioner Filippo Grandi to the U ...
Archivaufnahme von Blauhelmsoldaten im Südsudan aus dem Jahr 2017,Bild: keystone

Zwei UN-Blauhelmsoldaten im Südsudan getötet

24.08.2026, 21:3725.08.2026, 03:14

Bei einem Angriff auf eine Patrouille der Vereinten Nationen im Südsudan sind zwei äthiopische Blauhelmsoldaten getötet worden. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die UN-Mission im Südsudan (Unmiss) mit. Unter den Verletzten seien drei Blauhelmsoldaten, zwei südsudanesische Polizisten und zwei zivile UN-Mitarbeiter. Die Nationalitäten der getöteten Soldaten wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Die Patrouille sei auf dem Weg nach Pajut im Bundesstaat Jonglei gewesen, als sie von unbekannten Bewaffneten aus dem Hinterhalt angegriffen worden sei, hiess es. Unmiss entsandte nach eigenen Angaben eine schnelle Eingreiftruppe, um das Gebiet zu sichern und die Rettungsmassnahmen zu unterstützen.

Unmiss-Chefin Anita Kiki Gbeho forderte die Behörden auf, den Angriff rasch und umfassend zu untersuchen. Angriffe auf UN-Friedenstruppen könnten nach internationalem Recht Kriegsverbrechen darstellen, erklärte die Mission.

Der Südsudan ist seit seiner Unabhängigkeit 2011 von Machtkämpfen und Gewalt geprägt. Infolge eines Bürgerkriegs von 2013 bis 2018 starben Schätzungen zufolge rund 400'000 Menschen. Seit 2025 hat sich die Lage erneut deutlich verschärft. Die UN warnen vor einem Rückfall in einen grösseren Konflikt. Die Blauhelm-Mission Unmiss, die den Friedensprozess unterstützen und Zivilisten schützen soll, hat aktuell rund 12'000 Soldaten, Polizisten und zivile Mitarbeiter in dem Land mit rund zwölf Millionen Einwohnern. (sda/dpa)

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