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EU stoppt Goldhandel mit dem Sudan – wegen Bürgerkrieg

Grausamer Bürgerkrieg: EU stoppt Goldhandel mit dem Sudan

13.07.2026, 16:5513.07.2026, 16:55

Die EU hat angesichts des grausamen Bürgerkriegs im Sudan ein Gold-Embargo verhängt. Das Edelmetall sei zu einer zentralen Einnahmequelle geworden, mit der der Konflikt finanziert werde, teilte der Rat der Mitgliedstaaten nach dem Sanktionsbeschluss der Aussenminister mit. Durch die Beschränkung des Handels mit sudanesischem Gold und die Einschränkung des Zugangs zu Chemikalien, die für den Abbau und die Gewinnung benötigt werden, wolle man die Ressourcen verringern, die den Verantwortlichen für Gewalt zur Verfügung stehen.

Demnach sind künftig der Kauf, die Einfuhr und die Verbringung von Gold mit Ursprung in dem Land in Nordost-Afrika verboten. Zudem werden der Verkauf, die Lieferung, die Weitergabe oder die Ausfuhr von Quecksilber und Zyanid in den Sudan untersagt. Diese Chemikalien werden in grossem Umfang beim Goldabbau und bei der Goldgewinnung eingesetzt. Beide Massnahmen werden durch Verbote im Zusammenhang mit entsprechenden Dienstleistungen ergänzt. Dabei geht es etwa um technische Unterstützung, Vermittlungsdienste und Finanzhilfen.

FILE - A pan containing gold-bearing sediment and heavy mineral concentrate sits at an artisanal mining site in Dalago Mahas, Sudan's Northern State,Friday, May 8, 2026. (AP Photo/Mohnd Blal, Fil ...
Eine Schale mit goldhaltigem Sediment und Schwermineralkonzentrat in Dalago Mahas im Nordstaat des Sudan.Bild: keystone

UN befürchten neue Welle von Gräueltaten

Im Sudan kämpfen die sudanesischen Streitkräfte (SAF) gegen die Miliz RSF (Rapid Support Forces). Der seit Jahren andauernde Konflikt hat verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung sowie für die Stabilität des Landes und der gesamten Region.

UN-Hochkommissar Volker Türk befürchtete zuletzt eine Welle von Gräueltaten in der umkämpften Stadt El Obeid. Die Anzeichen seien unmissverständlich, sagte der Chef des UN-Menschenrechtsbüros Anfang des Monats in Genf. Es bahne sich eine «neue Menschenrechtskatastrophe» an. (hkl/sda/dpa)

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