International
Thailand

Australien weist Asylantrag von Saudi-Araberin ab

In this photo released by the Immigration Bureau, Saudi woman Rahaf Mohammed Alqunun, foreground walks by Chief of Immigration Police Maj. Gen. Surachate Hakparn, right, before leaving the Suvarnabhum ...
Rahaf Mohammed al-Kunun am Flughafen in Bangkok. Bild: AP/Immigration Bureau

Auf der Flucht vor der Familie: Rahaf wartet in Bangkok auf Ausreise in Drittland 

08.01.2019, 06:2708.01.2019, 07:19

Sie ist 18-jährig, aus Saudi-Arabien – und sie ist auf der Flucht: Rahaf Mohammed al-Kunun hat sich während einem Aufenthalt in Kuwait von ihrer Familie abgesetzt und in ein Flugzeug nach Thailand gesetzt. Dort hinderten sie die Behörden am Wochenende jedoch an der geplanten Weiterreise nach Australien und setzten sie fest.

Mittlerweile befindet sich die 18-Jährige in der Obhut des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Den Flughafen von Thailands Hauptstadt Bangkok durfte sie inzwischen verlassen. Nach Uno-Angaben wird es vermutlich mehrere Tage dauern, bis geklärt ist, wohin sie ausreisen kann.

Der UNHCR-Vertreter in Thailand, Giuseppe de Vicentiis, sagte: «Wir sind sehr dankbar dafür, dass die thailändischen Behörden Frau Al-Kunun nicht gegen ihren Willen nach Hause geschickt haben.»

Rahaf fürchtet im Falle einer Rückführung von ihrer Familie getötet zu werden. Deshalb will sie weiter nach Australien reisen und Asyl beantragen. Einige Quellen berichten, dass sie vor der Flucht bereits einen Antrag gestellt haben soll. Gemäss einem nicht verifizierten Tweet soll dieser aber abgelehnt worden sein.

Gegenwärtig hält sich nach Rahafs Angaben auch ihr Vater in Bangkok auf – vor dem sie sich fürchtet.

Unzählige Menschen sympathisieren auf Social Media mit Rahaf und machen ihr Mut. Ein User hat ihr sogar angeboten, den Flug nach Neuseeland zu bezahlen. 

Update folgt. (vom/sda/mlu)

Bald soll es in Saudi-Arabien auch Taxifahrerinnen geben:

Video: srf/SDA SRF
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