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Rustem Umjerow wird Chef des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes

Rustem Umjerow wird Chef des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes

03.08.2026, 14:5003.08.2026, 14:50

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Chefunterhändler Rustem Umjerow für die Kontakte mit Russland zur Beendigung des Krieges zum neuen Chef des Auslandsgeheimdienstes ernannt.

Ukraine's Defense Minister Rustem Umerov attends a joint press conference of German Defence Minister Boris Pistorius and Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy in Kyiv, Ukraine, on Thursday, Jun ...
Rustem Umjerow wird neuer Chef des Auslandsgeheimdienstes.Bild: keystone

Umjerow, der auch schon Verteidigungsminister gewesen war, bleibe in der neuen Funktion weiter zuständig für die zuletzt unter US-Vermittlung geführten Verhandlungen mit Russland, teilte Selenskyj mit.

Umjerow, der zuletzt Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates gewesen war, soll auch den Export ukrainischer Drohnen sowie deren Integration in die Verteidigungssysteme anderer Staaten koordinieren, sagte Selenskyj bei einem Treffen mit Diplomaten. Demnach gibt es inzwischen Verträge mit neun Staaten, weitere Abkommen seien geplant.

Umstrittene Personalpolitik Selenskyjs

Der Posten des Chefs der Auslandsspionage ist seit Monaten nur geschäftsführend besetzt gewesen. Als neuen Sekretär des Sicherheitsrates hatte Selenskyj Ex-Innenminister Ihor Klymenko eingesetzt – infolge eines von Protesten in der Ukraine begleiteten Regierungsumbaus. Ursprünglich war nach der Absetzung des beliebten Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow Klymenko als Nachfolger für das Ressort im Gespräch gewesen. Dazu kam es aber nicht.

In der Ukraine gibt es seit Wochen Proteste gegen die umstrittene Personalpolitik von Präsident Selenskyj. Die Demonstranten fordern vor allem die Wiedereinsetzung des entlassenen Fedorows.

Als neuen Verteidigungsminister will der Präsident den bisherigen kommissarischen Chef des Geheimdienstes SBU, Jewhenij Chmara, einsetzen. Für seine vollwertige Ernennung muss Selenskyj noch die Kandidatur im Parlament einreichen und sie durch die Abgeordneten bestätigen lassen. (dab/sda/dpa)

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