14 Tote bei Einsturz einer Goldmine in Kolumbien
Bei einem Erdrutsch in einer Goldmine im Südwesten Kolumbiens sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am Montag in einem ländlichen Gebiet der Gemeinde Santa Barbara de Iscuande an der Pazifikküste des Departements Narino, wie die Regionalregierung mitteilte. Mindestens sieben Menschen seien zudem verletzt worden, sagte der Sekretär für Frieden und Menschenrechte des Departements, Alex Gonzalez, dem Sender Caracol.
Nach Angaben örtlicher Medien arbeiteten zum Zeitpunkt des Einsturzes mehr als 40 Menschen in der Mine. Die genaue Ursache des Erdrutsches war zunächst unklar. Gonzalez verwies jedoch auf die generell mangelnde Regulierung des Bergbaus im kolumbianischen Pazifik.
Gold wird häufig illegal abgebaut
Der Goldabbau ist in Kolumbien für viele Menschen eine wichtige Einkommensquelle. Zugleich wird das Edelmetall häufig ohne die erforderlichen Genehmigungen und Sicherheitsvorkehrungen abgebaut, weshalb es immer wieder zu folgenschweren Unfällen kommt. Laut eines Berichts der Regierung und des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung waren 2025 drei Viertel der erfassten Flächen, auf denen Gold aus Flussablagerungen gewonnen wurde, nicht für derlei Zwecke freigegeben.
Erst im August waren bei einem ähnlichen Grubenunglück in der Gemeinde Policarpa im selben Departement 13 Menschen ums Leben gekommen. (sda/dpa)
