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Epstein Files: Donald Trump fordert Ermittlungen gegen Bill Clinton

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Donald Trump will in der Epstein-Affäre die Aufmerksamkeit auf Bill Clinton lenken. Und vor allem weg von sich selbst.Bild: keystone

Trump fordert Ermittlungen gegen Bill Clinton in Epstein-Affäre

Neu aufgetauchte Emails von Jeffrey Epstein bringen den US-Präsidenten in Bedrängnis. Jetzt geht Donald Trump in die Offensive.
14.11.2025, 21:1814.11.2025, 21:18
Ein Artikel von
t-online

In der Affäre um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat US-Präsident Donald Trump Ermittlungen gegen den früheren US-Präsidenten Bill Clinton und andere gefordert. Das US-Justizministerium und die Bundespolizei FBI sollten Epsteins Verbindungen zu dem Demokraten Clinton und «vielen anderen Leuten und Institutionen» unter die Lupe nehmen, schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social. Der Präsident steht in der Affäre selbst unter Druck.

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Welche Rolle spielte Bill Clinton bei den Machenschaften von Jeffrey Epstein?Bild: keystone

Als Beispiele nannte Trump Ex-Finanzminister Larry Summers, den Investor und Unternehmer Reid Hoffman sowie die US-Grossbank JP Morgan Chase. Zuvor hatte der republikanische Präsident den oppositionellen Demokraten vorgeworfen, sie täten angesichts «ihrer schwindenden Macht alles, den Epstein-Schwindel schon wieder voranzutreiben». Republikanische Parlamentarier, die die Bemühungen der Demokraten um eine Veröffentlichung der Epstein-Akten unterstützen, schmähte Trump als «weich und dumm».

Epstein-Emails bringen Trump in Bedrängnis

Der verurteilte US-Sexualstraftäter Epstein war 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben. Trump bestreitet engere Beziehungen zu Epstein.

Demokratische Kongressabgeordnete veröffentlichten am Mittwoch allerdings mehrere E-Mails, in denen Epstein andeutet, Trump sei über den Missbrauch minderjähriger Frauen im Bilde gewesen. «Natürlich wusste er von den Mädchen», schrieb Epstein demnach im Januar 2019 in einer Mail über Trump.

US-Kongress könnte Druck auf Trump erhöhen

Zudem könnte das Repräsentantenhaus bereits in der kommenden Woche einen parteiübergreifenden Antrag verabschieden, um das Justizministerium zur Veröffentlichung der restlichen Epstein-Akten zu veranlassen. Konkrete Folgen hätte dies aber voraussichtlich nicht. Dem Antrag müsste auch der Senat zustimmen, in dem Trumps Republikaner die Mehrheit haben. Anschliessend würde das Gesetz Trump zur Unterzeichnung vorgelegt.

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In der Bevölkerung sind die Rufe laut, die Epstein-Files zu veröffentlichen. Auch bei Trumps eigenen Anhängern.Bild: keystone

Der Präsident lehnte den Vorstoss erneut ab. «Epstein war ein Demokrat und er ist das Problem der Demokraten, nicht das der Republikaner», schrieb er. «Verschwendet Eure Zeit nicht mit Trump. Ich muss ein Land regieren.»

Der heutige Präsident war in dem Fall im eigenen Lager unter Druck geraten, weil seine Regierung nicht wie vor der Präsidentschaftswahl versprochen Licht in den Skandal gebracht hatte. Einige von Trumps Republikanern veröffentlichten zuletzt mehr als 20'000 Dokumente aus dem Epstein-Nachlass. Ein Fehlverhalten in der Affäre konnte Trump allerdings nie nachgewiesen werden.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur AFP
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