International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trump-Sprecher Sean Spicer tritt zurück, Sarah Sanders rückt nach



epa06079975 Principal Deputy White House Press Secretary Sarah Sanders responds to a question from the news media during a press briefing in the Brady Press Briefing Room at the White House in Washington, DC, USA, 10 July 2017. Today's briefing was closed to video, but open for still photographers, audio recording and open for reporters.  EPA/SHAWN THEW

Die neue Sprecherin des Weissen Hauses: Sarah Sanders. Bild: EPA/EPA

Der Sprecher des Weissen Hauses, Sean Spicer, ist am Freitag von seinem Amt als Pressesprecher des Weissen Hauses zurückgetreten. Der 45-Jährige bestätigte auf Twitter entsprechende US-Medienberichten. Bis August wolle er demnach sein Amt weiterführen. Auf ihn folgt seine bisherige Stellvertreterin Sarah Huckabee Sanders.

Mit seinem Rücktritt reagierte Spicer offensichtlich auf die Ernennung des Finanzinvestors Anthony Scaramucci zum neuen Kommunikationsdirektor von Präsident Donald Trump.

Sean Spicer als Pressesprecher – ein Rückblick

Video: watson

Spicer sei mit dieser Personalentscheidung nicht einverstanden gewesen, berichteten unter anderem der Sender NBC und die «New York Times». Er soll zu Präsident Donald Trump gesagt haben, die Entscheidung für Scaramucci sei «ein grosser Fehler», berichtete die «New York Times».

Dennoch dankte Trump seinem Sprecher in einem kurzen Statement für seine Arbeit. Er liess aber auch durchblicken, dass er Defizite in der Öffentlichkeitsarbeit sieht. Seine Regierung habe bereits «so viel» erreicht, bekomme dafür aber «so wenig Anerkennung».

Sean Spicer wurde vom Tag eins an auch zur Zielscheibe der US-Medien, die an ihm ihre Unzufriedenheit mit der Regierungspolitik ausliessen. Er hatte sich am Tag nach der Amtseinführung des Präsidenten einen heftigen Streit mit Journalisten über die Zahl der Besucher bei der Zeremonie vor dem Kapitol in Washington geliefert.

Gallionsfigur des Weissen Hauses

In den sechs Monaten seiner Zeit als Sprecher des Weissen Hauses kam es auch sonst immer wieder zu heftigen Wortgefechten mit Journalisten. Spicer wurde zu einer Gallionsfigur der Trump-Regierung.

Der 45-Jährige wurde unter anderem deshalb zum Thema in zahlreichen Comedy-Sendungen des US-Fernsehens. Die Schauspielerin Melissa McCarthy etwa fand als Spicer-Parodistin in der Comedy-Sendung «Saturday Night Live» so etwas wie eine Paraderolle.

Schon öfter wurde spekuliert, Trump sei unzufrieden mit seiner Arbeit und Spicer stehe vor der Entlassung. Häufig wurde kolportiert, Trump habe nur auf den 45-Jährigen zurückgegriffen, weil er die Parteiführung, die jahrelang auf Spicer vertraut hatte, nicht von Anfang an vergraulen wollte.

Sean Spicer muss gewusst haben, dass er diese Schlacht nicht lange weiterführen konnte. Er zog sich zurück, liess seine Stellvertreterin Sarah Sanders häufiger vor die Pressemeute treten und die Kameras im Saal abschalten – wohl in der Hoffnung, die vakante Stelle des weitaus strategischer ausgerichteten Kommunikationsdirektors einnehmen und dem Rampenlicht entfliehen zu können.

Das klappte nicht: Am Freitag holte Trump für diesen Posten Anthony Scaramucci ins Weisse Haus – einen früheren Wall-Street-Investor, der zuletzt für die Export-Import-Bank der USA arbeitete und Trump in der Übergangsphase ins Weisse Haus unterstützte.

Und das nach alldem, was in der kurzen Zeit passiert war. Darunter der Besuch beim Papst, den der tiefgläubige Katholik Spicer in seinem Hotelzimmer verbringen musste, während die Trump-Familie beim Heiligen Stuhl empfangen wurde.

Wie die Anekdote in Rom ist auch die Personalie Scaramucci ein Schlag ins Gesicht Spicers. Einer zu viel. (cma/sda/dpa/afp)

Hier noch einige der besten Tweets von Trump

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Diego Maradona ist an Herzinfarkt verstorben

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Zahlen für die Schweiz steigen im Moment rapide. Deshalb findest du hier einen Überblick zu allen neuen sowie aktuellen Fallzahlen für die Schweiz und einen Vergleich zu internationalen Daten zu Neuansteckungen mit dem Coronavirus.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt nach neuesten Entwicklungen in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder, die zweite Welle in der Schweiz und Europa ist da.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer Kantonen sowie im internationalen Vergleich:

Am …

Artikel lesen
Link zum Artikel