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USA entziehen Sohn von mexikanischem Ex-Präsidenten Visum

«Politisch motiviert»: USA entziehen Sohn von mexikanischem Ex-Präsidenten Visum

Die US-Regierung hat das Visum des Sohnes eines mexikanischen Ex-Präsidenten widerrufen.
14.08.2026, 19:5015.08.2026, 07:24

Der Sohn des ehemaligen linken Staatschefs Andrés Manuel López Obrador (2018-2024) kann dadurch nicht mehr in die USA einreisen, wie der Betroffene in sozialen Medien bekanntgab. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum sprach von einer politisch motivierten Entscheidung Washingtons.

FILE - Andres Lopez Beltran, center, walks past a banner featuring an image of his father, Andres Manuel Lopez Obrador, in Mexico City, Dec. 6, 2013. (AP Photo/Marco Ugarte, File)
Andres Lopez Beltran
Andrés Manuel López Beltrán vor einem Wahlplakat seines Vaters, der später Präsident wurde. (Archivbild)Bild: keystone

Der 39-jährige Andrés Manuel López Beltrán ist einer der vier Söhne des Ex-Präsidenten, der als politischer Ziehvater der derzeitigen Staatschefin gilt. Nach dem Entzug seines Visums erhob er in einem offenen Brief an US-Präsident Donald Trump schwere Vorwürfe.

López Beltrán: US-Beamte handeln wie «Bandenchefs»

«Es gibt keinen Grund, der ein solch arrogantes Verhalten rechtfertigen würde», schrieb er. Die Entscheidung sei aus politischen und propagandistischen Gründen von US-Vertretern wie US-Aussenminister Marco Rubio getroffen worden. Diese verhielten sich wie «Bandenchefs» gegenüber denjenigen, die sich ihren Interessen nicht unterwürfen.

Mehrere Mitglieder der linken mexikanischen Regierungspartei Morena haben in den vergangenen Monaten ihre US-Visa verloren. Gegen einige von ihnen soll es Medienberichten zufolge Ermittlungen in den USA geben - unter anderem wegen der mutmasslichen Verwicklung in Drogengeschäfte oder illegalen Handel mit Benzin. López Beltrán ist ebenfalls politisch aktiv.

Laut Staatschefin Sheinbaum ist das Entziehen der Visa ein Versuch der US-Regierung, sich in die mexikanische Politik einzumischen. Die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA sind wegen Drogen- und Handelsfragen angespannt. (sda/dpa)

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