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Kommen jetzt die Space Corps? US-Abgeordnete beschliessen Schaffung von Weltraum-Truppe

Kommen jetzt die Space Corps? US-Abgeordnete beschliessen Schaffung von Weltraum-Truppe

15.07.2017, 01:2815.07.2017, 09:21

Das US-Repräsentantenhaus hat die Gründung einer eigenständigen Weltraum-Truppe beschlossen. Die Einrichtung des «Space Corps» ist in einem am Freitag verabschiedeten Zusatz des Verteidigungsbudgets vorgesehen. Dass die Truppe realisiert wird, ist aber fraglich.

Nach den Vorstellungen der Abgeordneten soll das US-Militär künftig neben Armee, Kriegsmarine, Marineinfanterie und Luftwaffe eine eigene Streitkraft für den Weltraum haben. Für eine Schaffung müsste allerdings auch der Senat zustimmen, und in dessen Verteidigungshaushalt ist die Truppe nicht vorgesehen.

Die Pläne stossen bei der Regierung von US-Präsident Donald Trump weitgehend auf Ablehnung. In einem Schreiben an einen Abgeordneten kritisierte US-Verteidigungsminister Jim Mattis, eine weitere Streitkraft werde nur zu noch mehr Bürokratie führen.

Die Befürworter dagegen argumentieren, angesichts der zunehmenden Abhängigkeit des US-Militärs von GPS und Satelliten wäre es gut, für deren Überwachung und Kontrolle eine eigene Einheit zu haben. (viw/sda/afp)

Video: reuters
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«Trump befindet sich in einer Zwickmühle: Welchen Zug er auch macht, er verliert»
Auf dem Bürgenstock verhandeln die USA und Iran über ein neues Abkommen. Dabei habe das Mullah-Regime die besseren Karten, sagt der deutsche Politologe Herfried Münkler. Der amerikanische Präsident könne nur noch auf sinkende Benzinpreise hoffen.
Herr Münkler, Donald Trumps Rahmenabkommen mit Iran wird praktisch von allen Kommentatoren als grosses Desaster betrachtet. Ist der amerikanische Präsident der grosse Verlierer, als der er nun überall beschrieben wird?
Herfried Münkler: Als klar war, dass die USA nicht in der Lage sind, die Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln wiederzueröffnen, war auch klar, dass die Methode Trump in diesem Fall gescheitert ist. Die Methode Trump, das heisst drohen, gegebenenfalls auch das Militär einsetzen, aber darauf hoffen, dass die Gegenseite angesichts der Übermacht der USA relativ schnell nachgibt. In Venezuela hat das funktioniert, und das hat Trump wohl übermütig gemacht. Was Iran betrifft, hat er sich in zwei Punkten geirrt: Erstens hatte er offenbar nicht auf der Rechnung, dass die Iraner mit der Strasse von Hormus die Weltwirtschaft als Geisel nehmen können, zweitens hat er die Stabilität des Regimes unterschätzt.
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