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«Sie waren noch nie schwanger»: Abtreibungsstreit erreicht das Weisse Haus

03.09.2021, 11:2203.09.2021, 14:40

Demonstration Herzschlag-Gesetz 01.09.21

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Demonstration Herzschlag-Gesetz 01.09.21
quelle: keystone / jay janner
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Seit Mittwoch gelten im US-Gliedstaat Texas massive Einschränkungen bei Schwangerschaftsabbrüchen. Die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen sind unter dem Namen Herzschlag-Gesetz bekannt, denn Abtreibungen sind verboten, sobald der Herzschlag des Fötus festgestellt ist – das kann bereits in der sechsten Schwangerschaftswoche der Fall sein, wenn viele Schwangere noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind.

Besonders perfide ist, dass Privatpersonen zivilrechtlich gegen andere vorgehen können, wenn diese einer Frau bei einer Abtreibung in irgendeiner Form helfen – dadurch wird den Schwangeren der Zugang zu Abtreibungen noch mehr erschwert. Eine Ausnahme gibt es nur für medizinische Notfälle.

US-Präsident reagiert empört auf das Herzschlag-Gesetz

Auch US-Präsendet Biden hatte nach Inkrafttreten des Gesetzes empört darauf reagiert, dass der oberste Gerichtshof der USA einen Eilantrag dagegen abgelehnt hatte. Die Entscheidung des Supreme Courts sei «ein beispielloser Angriff auf die Verfassungsrechte einer Frau», hatte er erklärt. Dabei ist der 78-jährige Biden ein bekennender Katholik: Er spricht oft über seinen Glauben und betont, dass der Glaube ihm dabei geholfen habe, persönliche Tragödien durchzustehen.

Jen Psaki: die Sprecherin des Weissen Hauses
Jen Psaki: die Sprecherin des Weissen Hauses
Bild: keystone

«Ich weiss, dass Sie noch nie schwanger waren»

Darum hat diese Haltung Bidens einen Journalisten bei einer Pressekonferenz am Donnerstag (Ortszeit) im Weissen Haus dazu veranlasst zu fragen, wie Biden trotz seines Glaubens Abtreibung unterstützen könne. Darauf konterte die 42-jährige Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki: «Ich weiss, dass Sie noch nie vor diesen Entscheidungen standen und auch noch nie schwanger waren, aber für die Frauen da draussen, die vor diesen Entscheidungen standen, ist das eine unglaublich schwierige Sache.» Und sie ergänzt in Bezug auf den katholischen Glauben des Präsidenten: «Er glaubt, dass es das Recht einer Frau ist. Es ist der Körper einer Frau und es ist ihre Entscheidung.»

Psakis Antwort auf die Frage des Reporters wurde in sozialen Netzwerken zahlreich geteilt.

Hollywood-Stars machen sich gegen das Gesetz stark

Nicht nur der US-Präsident und seine Sprecherin positionieren sich öffentlich gegen das Herzschlag-Gesetz, sondern auch zahlreiche Hollywood-Stars, Künstler oder Politikerinnen. Diese starteten in den sozialen Medien eine Aktion gegen das Gesetz:

(yam/sda/dpa)

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Ausschreitungen bei «Marsch fürs Läbe» in Zürich

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Ausschreitungen bei «Marsch fürs Läbe» in Zürich
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