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Bill Gates sagt zu Epstein aus und spricht von Erpressung

«Epstein hat mich erpresst» – Bill Gates über Verbindung zum Sexualstraftäter

11.06.2026, 10:1411.06.2026, 10:18

Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat Medienberichten zufolge vor einem Ausschuss des US-Kongresses ausgesagt, von dem 2019 verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erpresst worden zu sein.

Epstein habe um seine ausserehelichen Beziehungen gewusst und diese gegen ihn als Druckmittel eingesetzt, sagte Gates demnach am Mittwoch (Ortszeit) bei seiner freiwilligen Aussage vor dem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses. Diese Affären hätten jedoch nicht mit dem Fall Epstein in Verbindung gestanden.

Auch mit «vielen zusätzlichen Lügen» habe Epstein versucht, ihn zu einer Wiederaufnahme der beiderseitigen Kontakte zu zwingen, so Gates weiter. Dieser Versuch sei jedoch gescheitert. Als er erkannt habe, dass Epstein seine Versprechen nicht halten würde, habe er den Kontakt abgebrochen, sagte Gates laut BBC.

Bill Gates, co-founder of Microsoft, arrives on Capitol Hill for a closed-door interview with the House Oversight Committee investigating convicted sex offender Jeffrey Epstein, in Washington, Wednesd ...
Bill Gates auf dem Weg zur Anhörung.Bild: keystone

In einer vorbereiteten Erklärung, aus der mehrere US-Medien zitieren, sagte Gates, er habe Epstein 2011 kennengelernt, den Kontakt aber 2014 abgebrochen. Dieser habe ihm zunächst versprochen, Milliarden Dollar an Spenden für globale Gesundheitsprojekte beschaffen zu können. Daraus sei aber nie etwas geworden. «Falls die Zeit, die ich mit Epstein verbracht habe, ihm irgendeine Glaubwürdigkeit verliehen hat, tut mir das zutiefst leid», hiess es den Berichten zufolge in Gates' Erklärung. Die Anhörung fand hinter verschlossenen Türen und ohne Videoaufzeichnung statt.

Der Kontrollausschuss im US-Repräsentantenhaus soll das Missbrauchsnetzwerk des 2019 verstorbenen Finanzinvestors Epstein politisch aufarbeiten. Der Multimillionär aus New York hatte vor Jahrzehnten einen Missbrauchsring betrieben, dem viele Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll Epstein Minderjährige auch selbst missbraucht haben. 2019 war er mit 66 Jahren im Gefängnis gestorben. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.

«Ich habe niemals jemandem Schaden zugefügt.»
Bill Gates

Der 70-jährige Gates räumt den Berichten zufolge ein, es sei eine «schwerwiegende Fehleinschätzung» gewesen, Epstein zu treffen. Er habe von den rechtlichen Anschuldigungen gegen Epstein gewusst, «aber ich habe das Ausmass der von ihm begangenen Verbrechen nicht vollständig verstanden», sagte er gemäss CNN. Kriminelles Verhalten habe er nie beobachtet. «Ich war nie auf seiner Insel, seiner Ranch oder in seinem Haus in Florida. Ich habe niemals jemandem Schaden zugefügt.» Vor der Anhörung hatte Gates die Hoffnung geäussert, dass seine Aussage dazu beiträgt, «Gerechtigkeit für die Opfer» zu erreichen.

Der republikanische Ausschusschef James Comer hatte vor Beginn der Befragung gesagt, dass die Kongressmitglieder etwas über Gates' Beziehung zu Epstein und dessen Gehilfin Ghislaine Maxwell erfahren wollten. Comer betonte, dass es keine Vorwürfe zu Fehlverhalten gegen Gates gebe. Laut BBC bestätigten Demokraten im Ausschuss, dass Gates Namen genannt habe, die mit Epstein in Kontakt gestanden hätten, veröffentlichten diese aber nicht.

Der Microsoft-Mitgründer und Philanthrop ist einer der reichsten Männer der Welt. Wie viele andere Prominente aus zahlreichen Ländern hatte er laut Akten des US-Justizministeriums Kontakt zu Epstein. Gates und seine Frau Melinda hatten 2021 nach 27 Jahren Ehe ihre Scheidung angekündigt. (sda/dpa/vro)

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65 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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dmark
11.06.2026 10:57registriert Juli 2016
Denke mal, dass Erpressung das Geschäftsmodell von Epstein war.
Erst anködern, dann ein paar Bilder mit Mädels gemacht, um dann später die Leute damit erpressen zu können.
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s'Paddiesli
11.06.2026 10:54registriert Mai 2017
Da wurde jemand von seinen Anwälten gut vorbereitet.
Warum hat er Epstein nicht wegen Erpressung angezeigt?

Auch Bill Clinton muss nochmals aussagen.

Zieht Trump endlich vor den Ausschuss. Bei seinem ersten Satz wird er schon den Eid brechen, die vollständige Wahrheit zu sagen.
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Bakunin
11.06.2026 11:07registriert März 2021
"Er habe von den rechtlichen Anschuldigungen gegen Epstein gewusst, «aber ich habe das Ausmass der von ihm begangenen Verbrechen nicht vollständig verstanden»,"

OK, das wirkliche Ausmass haben zu dem Zeitpunkt vermutlich wirklich die wenigsten verstanden, aber wieso reicht der erste Punkt nicht um sich von solchen Menschen fernzuhalten? Es ging ja hier nicht um eine jahrelange Freundschaft sondern eine neue Bekanntschaft, gab es da nicht sympathischere Menschen die man sich hätte aussuchen können?
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