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Trump spottet über TV-Moderatorin: «Sie blutete wegen eines Facelifts»

Mika Brzezinski waits for an elevator in the lobby at Trump Tower, Tuesday, Nov. 29, 2016, in New York. (AP Photo/Evan Vucci)
Die TV-Moderatorin Mika Brzezinski vor dem Trump-Tower in New York.Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

«Sie blutete wegen eines Facelifts»: Trumps neuster Tweet macht sogar Republikaner sauer

Der US-Präsident macht wieder auf übelsten Sexismus. Selbst Republikaner sind entsetzt.
29.06.2017, 18:2530.06.2017, 06:12

Mika Brzezinski moderiert zusammen mit Joe Scarborough die beliebte TV-Morgenshow «Morning Joe» auf dem Kabelkanal MSNBC. Diese Sendung ist linksliberal und Trump-kritisch, obwohl Scarborough einst als republikanischer Abgeordneter im Kongress sass.  

Trump ist ein geradezu süchtiger TV-Konsument. Permanent verfolgt er, was am TV über ihn erzählt wird. «Morning Joe» berichtete am Donnerstagmorgen über einen Beitrag der «New York Times». Darin wird behauptet, dass die Diskussion um ein neues Gesundheitsgesetz weitgehend am Präsidenten vorbeigehe, weil er davon schlicht nichts verstehe.  

Das wollte sich Trump nicht bieten lassen. Er griff zum Smartphone und liess eine seiner bekannten Twitter-Tiraden vom Stapel.

Dabei bezeichnete er Scarborough als «Psycho Joe» und «low I.Q.» (niedriger Intelligenzquotient). Bei Mika griff er einmal mehr tief in die Sexismus-Kiste: Sie hätte sich ihm in der Silvesternacht in seiner Residenz Mar-a-Lago anschliessen wollen, doch «she was bleeding badly from a face-lift» («wegen eines Liftings blutete sie stark»), tweetete der Präsident.  

Einmal mehr beleidigte Trump damit eine TV-Moderatorin aufs Übelste. Schon im Vorwahlkampf hatte er Megyn Kelly – damals noch bei Fox News – vorgeworfen, sie hätte während der Sendung blutige Augen wegen der Monatsperiode gehabt. Kelly hatte ihm zuvor kritische Fragen zu seinem Verhältnis zu Frauen gestellt.  

FILE - In this May 5, 2016 file photo, Megyn Kelly poses for a portrait in New York. Kelly's debut on NBC News this Sunday is a real-life cliffhanger involving Russian President Vladimir Putin. T ...
Wurde ebenfalls von Trump angepöbelt: Megyn Kelly.Bild: AP/Invision

Die Angriffe des Präsidenten auf die TV-Moderatorin sind seines Amtes nicht würdig, um es sehr höflich auszudrücken. Selbst in der republikanischen Partei ist Kritik laut geworden. Der sehr einflussreiche Senator Lindsay Graham aus dem Bundesstaat South Carolina erklärte ebenfalls via Twitter:

«Mr. Präsident, ihr Tweet war unterhalb der Würde ihres Amtes und zeigt, was in der amerikanischen Politik falsch läuft und nicht die Grösse der amerikanischen Politik.»

Video: watson
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