Nach iranischem «Überraschungsangriff»: USA und Saudi-Arabien attackieren Ziele im Irak
USA und Saudi-Arabien fliegen Angriffe
Amerikanische und saudi-arabische Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher benannten Gruppierung im Osten des Iraks angegriffen, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.
Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30 von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hiess es zur Begründung.
Die Revolutionsgarden sollen demnach die «Terroristen» zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien «erfolglos» gewesen.
US-Militär: Iranische Raketen abgefangen
Kurz zuvor hatte Centcom bereits bekannt gegeben, einen angeblichen iranischen «Überraschungsangriff» mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt zu haben. Dabei seien alle iranischen Raketen abgefangen worden. Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals «Axios» flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien.
At 5:45 p.m. ET today, Islamic Revolutionary Guard Corps forces launched multiple ballistic missiles from Iran in an attempted surprise attack on U.S. forces based in the Middle East. All Iranian missiles were successfully intercepted. U.S. forces remain vigilant and at a high…
— U.S. Central Command (@CENTCOM) July 28, 2026
Laut Centcom feuerten die iranischen Revolutionsgarden die Raketen am Dienstag trotz der vorerst eingestellten US-Angriffe ab. US-Präsident Donald Trump hatte die Angriffe im Iran nach eigenen Angaben gestoppt, um laufenden Verhandlungen mit Teheran eine weitere Chance zu geben. «Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran», sagte er «Axios». Zuvor hatte das US-Militär fast zwei Wochen lang jede Nacht Ziele im Iran angegriffen.
Grund für den plötzlichen Angriffsstopp könnte aber auch etwas anderes sein: Nach Informationen des Fernsehsenders CNN hatten sich US-Vizepräsident JD Vance und Generalstabschef Dan Caine besorgt über eine Eskalation des Konflikts gezeigt.
Unter anderem habe Caine auf schwindende Munitionsreserven der USA hingewiesen, hiess es unter Berufung auf informierte Personen. Der «New York Times» zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie Patriot-Raketen. (sda/dpa)
