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USA: Über 100 Demokraten stimmen gegen Militärhilfe für Israel

House Minority Leader Hakeem Jeffries, D-N.Y., speaks during a news conference on Capitol Hill, Monday, July 13, 2026, in Washington. (AP Photo/Jose Luis Magana)
Hakeem Jeffries
Minderheitsführer Hakeem Jeffries (D.) stimmte gegen die Vorlage.Bild: keystone

US-Demokraten uneinig: Über 100 stimmen gegen Militärhilfe für Israel

16.07.2026, 10:2916.07.2026, 10:29

Mehr als 100 demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus haben sich für ein Ende der milliardenschweren US-Militärhilfe an Israel im kommenden Haushaltsjahr ausgesprochen. Ein entsprechender Änderungsantrag des republikanischen Abgeordneten Thomas Massie scheiterte am Mittwoch jedoch mit 104 zu 314 Stimmen.

Die Abstimmung wurde als symbolisch gewertet. Neben Massie stimmte kein weiterer Republikaner für den Antrag. Ausschlaggebend für das Scheitern war die breite Ablehnung durch die Republikaner. Der Vorschlag hätte rund 3,3 Milliarden US-Dollar an Militärhilfe für Israel gestrichen und war Teil der Beratungen über den Haushalt des US-Aussenministeriums und weiterer Sicherheitsbehörden.

Für den Antrag votierten 103 der 215 demokratischen Abgeordneten, zehn weitere enthielten sich. Damit unterstützte erstmals fast die Hälfte der Demokraten im Repräsentantenhaus einen Vorstoss zur Streichung der Militärhilfe. Bei einer vergleichbaren Abstimmung vor gut zwei Jahren hatten lediglich 37 Demokraten für eine Kürzung der Hilfen gestimmt, berichten der US-Sender CNN und das Portal «Politico».

Demokraten gespalten

Die Abstimmung verdeutlicht die wachsenden Differenzen innerhalb der Demokratischen Partei hinsichtlich der aussenpolitischen Ausrichtung Israel gegenüber. Während die Parteiführung die Militärhilfe für Israel weiterhin unterstützt, fordert insbesondere der progressive Parteiflügel ein Ende der finanziellen Unterstützung. Der Gaza-Krieg und das Vorgehen der israelischen Regierung hätten den Druck auf demokratische Abgeordnete erhöht, ihre Haltung zu den Militärhilfen zu überdenken, berichten mehrere US-Medien.

Die Spaltung zeigte sich auch in der Parteiführung des Repräsentantenhauses. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katherine Clark und die frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, unterstützten den Antrag. Minderheitsführer Hakeem Jeffries stimmte dagegen.

Auslöser für den Gaza-Krieg war der Überfall der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppen auf Israel am 7. Oktober 2023. (nil/sda/dpa)

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