International
USA

Ex-US-Abgeordneter Billy Long witzelt über Island als 52. US-Bundesstaat

Ex-US-Abgeordneter witzelt über Island als 52. Bundesstaat der USA

16.01.2026, 11:1116.01.2026, 11:11

Am Mittwochabend (Schweizer Zeit) traf sich der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen mit US-Vizepräsident JD Vance und Aussenminister Marco Rubio. Dies, um die Zukunft von Grönland zu besprechen.

Wenige Stunden zuvor hatte der US-Politiker, Billy Long, im Senat einen Witz darüber gemacht, dass Island der 52. US-Bundesstaat sein werde. Ebenfalls sagte er, dass der zukünftige Gouverneur dieses Bundesstaates Long selbst sein werde.

FILE - Rep. Billy Long, R-Mo., asks questions during hearing May 14, 2020, on Capitol Hill in Washington. (Greg Nash/Pool via AP, File)
Trump Ambassadorships
Der ehemalige US-Abgeordnete Billy Long.Bild: keystone

Der US-Präsident Donald Trump hatte Billy Long zuvor als neuen Botschafter für Island nominiert. Billy Long, eigentlich William Hollis Long, war bis August 2025 US-Abgeordneter des Bundesstaats Missouri im Repräsentantenhaus. Dies berichtete das US-amerikanische Nachrichtenportal «Politico» als erstes.

Die Reaktion von Island

Die isländische Aussenministerin, Katrín Gunnarsdóttir, habe sofort die US-amerikanische Botschaft kontaktiert, wie sie in einem Statement gegenüber «The Guardian» schreibt. Dies, um nachzufragen, ob dieser Witz tatsächlich gemacht worden sei.

epa12150457 Iceland's Foreign Minister Katrin Gunnarsdottir smiles during a welcome ceremony for the Vilnius Summit of B9 (Bucharest Nine) and Nordic countries in Vilnius, Lithuania, 02 June 2025 ...
Die isländische Aussenministerin, Katrín Gunnarsdóttir. Bild: keystone

Zusätzlich wurde die Aussenministerin in einer Petition aufgefordert, Billy Long als Botschafter von Island abzulehnen. In der Petition steht, dass die Aussage beleidigend für Island und das isländische Volk sei. Auch wenn die Aussage als Scherz gemeint gewesen wäre, da das isländische Volk in der Vergangenheit für seine Freiheit kämpfen musste.

Innert weniger Stunden hatten die Petition 3200 Menschen unterschrieben. Am Mittwoch habe sich Long Berichten zufolge bei der Nachrichtenwebsite Arctic Today entschuldigt. Das Medium zitierte Long wie folgt: «Die Kommentare seien scherzhaft gemeint gewesen, da andere Witze über Jeff Landry, Trumps US-Sonderbeauftragten für Grönland, gemacht hätten.»

Long habe gegenüber dem Medium zugegeben, dass er verstehe, wieso er solche Reaktionen auslöst habe. Er bestand jedoch auf den Fakt, dass es ein Scherz gewesen sei und in keiner Weise ernst zu nehmen. (nib)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Island ist einfach anders als andere Länder – und schöner!
1 / 33
Island ist einfach anders als andere Länder – und schöner!
Hier eine etwas andere Kirche:
quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Werden sich die USA Grönland militärisch aneignen? Präsidentenberater Stephen Miller weicht aus
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Terrorverdacht nach Festnahmen bei britischer Militärbasis – Fragezeichen um Motiv
In Grossbritannien stehen fünf Männer, die ausserhalb des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford festgenommen wurden, unter Terrorverdacht.
Sie werden nach Angaben der britischen Polizei der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Ausserdem wird gegen die Männer wegen des Verdachts auf Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Zur Story