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Peter Thiel: Der Papst «arbeitet für die chinesischen Kommunisten»

FILE - In this July 21, 2016, file photo, entrepreneur Peter Thiel speaks during the final day of the Republican National Convention in Cleveland. ProPublica recently uncovered that billionaire and Pa ...
Peter Thierl plädiert für weniger Regulierung künstlicher Intelligenz.Bild: keystone

Peter Thiel: Der Papst «arbeitet für die chinesischen Kommunisten»

Peter Thiel hat beim Aspen Ideas Festival scharfe Kritik an der westlichen Regulierungspolitik geäussert. Laut Thiel drohe der Westen das Rennen um die Künstliche Intelligenz (KI) gegen China zu verlieren – auch, weil moralische Instanzen wie der Vatikan den technologischen Fortschritt bremsten.
03.07.2026, 19:4003.07.2026, 19:40

Die geopolitische Rivalität zwischen den USA und China erreicht im Bereich der Künstlichen Intelligenz eine neue Eskalationsstufe. Wie der US-Sender CNN berichtet, warnte Tech-Milliardär und PayPal-Mitgründer Peter Thiel bei einem vielbeachteten Auftritt im US-amerikanischen Aspen vor den globalen Konsequenzen einer Vormachtstellung Pekings. China betrachte KI nicht primär als wirtschaftliches Werkzeug, sondern als Instrument zur totalen gesellschaftlichen Kontrolle und ideologischen Kriegsführung gegen westliche Demokratien.

Thiel, der seit langem für seine techno-libertäre Haltung bekannt ist und enormen Einfluss auf die US-Technologiepolitik ausübt, kritisierte vor allem die Bestrebungen im Westen, KI-Systeme durch staatliche Vorgaben und ethische Schranken einzuhegen. Wer das Innovationstempo drossle, überlasse autoritären Staaten das Feld.

Der ungewöhnliche Konflikt mit dem Vatikan

Besonders im Fokus von Thiels Kritik stand die Haltung der katholischen Kirche. Papst Leo XIV. fordert seit geraumer Zeit vehement globale Verträge und verbindliche ethische Richtlinien zur Regulierung von KI. Erst Ende Mai stellte der Papst in seiner ersten Enzyklika «Magnifica humanitas» klar, dass KI im Dienst des Friedens «entwaffnet» und international kontrolliert werden müsse.

Für Thiel greifen diese moralischen Bedenken in der Realität zu kurz. Ein regulatorischer Verzicht oder eine künstliche Verlangsamung der Entwicklung im Westen würde seiner Ansicht nach nicht zu einer sichereren Welt führen. Da die Worte des Papstes zwar im Westen Gehör fänden, in Peking jedoch völlig ignoriert würden, bremse die Kirche einseitig nur die USA aus. Thiel warf dem Papst in Aspen mit einer provokanten, vom Publikum mit Gelächter aufgenommenen Formulierung sogar vor, er arbeite damit faktisch «für die chinesischen Kommunisten».

Die Debatte verdeutlicht die tiefe Kluft in der Tech-Welt: Während Politiker und religiöse Führer vermehrt Schutzplanken fordern, drängen einflussreiche Akteure aus dem Silicon Valley auf maximale Deregulierung, um den Systemwettstreit mit China nicht zu verlieren. (mke)

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quelle: wikimedia
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001243.3e08972a@apple
03.07.2026 19:49registriert Juli 2024
Thiel sorgt sich um westliche Demokratien?
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ELMatador
03.07.2026 20:12registriert Februar 2020
Peter Thiel wünscht sich nichts anderes als von CEO/Firmen geführte Länderkonstrukte in denen wie in Diktaturen regiert wird.
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International anerkannter Experte für ALLES
03.07.2026 19:53registriert Juli 2021
Thiel ist einfach paranoid. Wäre der nicht Milliardär, sässe er in der geschlossenen Abteilung einer Einrichtung für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
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