International
USA

Peter Thiel startet Vortragsreihe: Antichrist und Weltuntergang

FILE - Billionaire tech investor Peter Thiel looks over the podium before the start of the second day session of the Republican National Convention in Cleveland, Tuesday, July 19, 2016. Thiel, a Silic ...
Tech-Milliardär Peter Thiel (Archivbild): Er hält in San Francisco Vorträge zum Weltuntergang.Bild: keystone

Peter Thiel startet Vortragsreihe – er warnt wieder vor dem Antichrist

Der Investor Peter Thiel zählt zu den wichtigen Wegbereitern der neuen Rechten in den USA. In einer Vortragsreihe in San Francisco warnt er jetzt vor dem Antichrist.
24.09.2025, 22:2025.09.2025, 08:10
Konstantin Hitscher / t-online
Ein Artikel von
t-online

Tech-Investor und Multimilliardär Peter Thiel hat in San Francisco eine Vortragsreihe gestartet – zum Thema Antichrist. Der erste der vier Termine war am 15. September, der letzte ist am 6. Oktober. Jede einzelne Session dauert laut Veranstalter vier Stunden, neben dem Vortrag Thiels gibt es auch Essen und Getränke.

Bei den einzelnen Gesprächen gebe es auch ein Zeitfenster, in denen die Gäste Thiel Fragen stellen können. Die Gesprächsreihe wird vom Veranstalter als «off-the-record» bezeichnet, die Vorträge sind also vertraulich.

Peter Thiel: Erlösung durch einen ultralibertären Kurs

Wie der Veranstalter schreibt, spricht Thiel bei den vier Terminen über Denker wie «René Girard, Francis Bacon, Jonathan Swift, Carl Schmitt und John Henry Newman». Der Investor hat sich in der Öffentlichkeit mehrfach zum Antichrist und einem möglichen Weltuntergang geäussert. In einem Podcast der «New York Times» erklärte er, dass der Antichrist in unserer Gegenwart in einer Person wie der Klimaaktivistin Greta Thunberg auftauchen würde.

Swedish climate activist Greta Thunberg speaks during a news conference ahead of the launch of a civilian flotilla bound for Gaza, aiming to break the Israeli blockade and deliver humanitarian aid in  ...
Die Klimaaktivistin Greta Thunberg (Archivbild): Sie könnte der Antichrist sein, behauptet Milliardär Peter Thiel.Bild: keystone

Der «San Francisco Standard» hat im Anschluss an den ersten Termin mit Besuchern gesprochen. Die Zeitung fasst die dabei wiedergegebene Gedankenfigur Thiels so zusammen: Der Antichrist werde eine zukünftige Katastrophe nutzen, um die Macht an sich zu reissen. Mit der dabei etablierten «Weltregierung» werde er hohe Steuern und Regulierungen einführen. Die einzige Wiederstandmöglichkeit sei laut Thiel ein ultralibertärer, also antistaatlicher politischer Kurs.

Thiel habe zudem erklärt, dass der Antichrist eine globale Person sein müsse. Chinas Staatschef Xi Jinping etwa würde diese Bedingung nicht erfüllen.

Demonstrationen vor dem Club

Veranstaltungsort von Thiels Vortragsreihe ist der «Commonwealth Club», organisiert wird sie von «ACTS 17 Collective». Auf ihrer Internetseite schreibt die Gruppe:

«Wir sind eine Gemeinschaft von Denkern, Schöpfern, Künstlern und Führungskräften, die sich mit der Frage auseinandersetzen, was es bedeutet, mit Sinn und Überzeugung zu leben.»

Wie der «San Francisco Standard» schreibt, wurde der Club bei dem ersten Termin von Demonstranten belagert. Die Besucher des Vortrags seinen mehrheitlich weiss und männlich gewesen.

Thiel gründete 1999 PayPal mit, war der erste grosse Investor von Facebook und hält Anteile an SpaceX und dem Zahlungskonzern Stripe. 2020 wurde das von ihm mitgegründete Überwachungsunternehmen Palantir öffentlich bekannt. Das Magazin «Forbes» gibt Thiels Vermögen mit 26,4 Milliarden US-Dollar an, womit er gegenwärtig auf Platz 48 auf der Liste der reichsten Menschen der Welt steht.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
KI-Agenten ausser Kontrolle: OpenAI lädt Nutzer-Bilder auf Online-Plattformen
Die Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI hat 53 Mal von Nutzern hochgeladene Bilder auf Online-Plattformen platziert.
Die Links dazu seien nicht öffentlich gewesen, erklärte OpenAI. Ein Grossteil sei bereits wieder entfernt worden und man arbeite mit den Plattformen daran, auch den Rest zu löschen. Es ist der erste bekanntgewordene Vorfall, bei dem auch Daten von OpenAI-Nutzern betroffen waren.
Zur Story