International
USA

«Strohdumme Mika»: Trotziger Trump feuert weiter gegen TV-Stars – und bejubelt sich selbst

FILE - In this Dec. 2, 2014, file photo, Mika Brzezinski arrives at the Ninth Annual Women of Worth Awards in New York. President Donald Trump has used a series of tweets to go after Mika Brzezinski a ...
Trump bezeichnet sie als «strohdumm»: TV-Moderatorin Mika Brzezinski.Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Trump feiert seinen «modernen» Twitter-Stil – und attackiert die «strohdumme» Mika 😱

Der US-Präsident legt mit seiner Kritik gegen das NBC-Moderatorenduo nach. Seine Tiraden nennt er «modern-präsidial». Der Unmut wächst. 
02.07.2017, 03:1902.07.2017, 08:10

Anstatt Golfbälle abzuschlagen, ballert der US-Präsident Donald Trump in seinem Weekend-Domizil Mar-a-Logo weitere Schmäh-Tweets gegen die NBC-Moderatoren Mika Brzezinski und Joe Scarborough.

Die irren Tweets

«Der verrückte Joe Scarborough und die strohdumme Mika sind keine schlechten Leute, aber ihre Sendung mit den niedrigen Einschaltquoten wird von ihren NBC-Bossen dominiert. Zu schade!»

Die Moderatoren der Sendung «Morning Joe» beim Sender MSNBC hatten Trump in den vergangenen Monaten wegen seines Verhaltens und Führungsstils immer wieder scharf kritisiert. Der Präsident reagierte darauf am Donnerstag mit einem Wutausbruch, in dem er Scarborough als «Psycho-Joe» schmähte, vor allem aber über Brzezinski herfiel. Er beschimpfte sie als die «verrückte Mika mit dem niedrigen IQ». Auch behauptete er, die Journalistin habe nach einer Schönheits-OP «schlimm» im Gesicht geblutet.

Der «modern-präsidiale» Twitter-Stil

Nach den jüngsten Entgleisungen kritisierten auch republikanische Parlamentarier Trump und dessen Verhalten auf den sozialen Medien scharf. «Bitte hör auf. Das ist nicht normal und unwürdig», schreibt etwa der republikanische Senator Ben Sasse exemplarisch. 

Doch – wie könnte es auch anders sein – kümmert dies Trump überhaupt nicht, im Gegenteil. Er verteidigt seine Twitter-Tiraden: 

Sein Gebrauch der sozialen Medien sei nicht präsidial, sondern «modern präsidial». 

«Erinnert euch, ich gewann die Wahl 2016 mit Interviews, Reden und sozialen Medien. Ich musste die Fake News schlagen und das tat ich. Wir siegen so auch in Zukunft.» 

Bei einer Rede vor Veteranen legte dann der trotzige US-Präsident am Samstagabend nochmals trotzig nach. Die «Fake-Medien» hätten versucht, ihn vor dem Einzug ins Weisse Haus zu stoppen. «Aber jetzt bin ich Präsident, und sie sind es nicht.»

Gegenwind für Trumps Wahluntersuchung
US-Präsident Donald Trump stösst mit seiner Untersuchung wegen angeblicher Wahlfälschung zu seinen Ungunsten auf Widerstand. Bis zum Wochenende weigerten sich mindestens 13 Bundesstaaten, der von ihm eingesetzten Kommission die gewünschten Bürger-Daten auszuhändigen. Trump will nachweisen, dass er die Präsidentschaftswahl im November deutlich klarer gewonnen hat als bisher bekannt. Als bisher letzter Bundesstaat verweigerte Minnesota die Herausgabe der vertraulichen Informationen über die registrierten Wähler. Der oberste Wahlleiter Minnesotas, Steve Simon, sagte, er habe «schwerwiegende Bedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit der Kommission». Er werde ihr deshalb die Daten nicht überreichen. Die Kommission unter Vizepräsident Mike Pence fordert von den 50 Bundesstaaten unter anderem Auskunft über die Namen, Adressen, Geburtsdaten, die Parteizugehörigkeit und das Strafregister der Wähler. (sda)

(amü/sda)

Die Karikaturisten dieser Welt zu Trumps Wahl

1 / 16
Die Karikaturisten dieser Welt zu Trumps Wahl
Trump gewinnt die Wahl zum Präsidenten: Seine Gegner rannten bei ihm gegen eine Wand. Bild: Ben Garrison für GRRRGRAPHICS.com
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Vor Stichwahl: Lula und Bolsonaro kämpfen um letzte Stimmen
Mit grossen Kundgebungen und kämpferischen Botschaften haben Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und sein rechter Herausforderer Flávio Bolsonaro ihren Wahlkampf vor der Stichwahl beendet. «Ich bin überzeugt, dass die brasilianische Gesellschaft einen strukturellen Wandel will, der Brasilien auf den richtigen Weg bringt – die brasilianische Gesellschaft will keinen Rückschritt», sagte Lula vor Tausenden Anhängern auf der Avenida Paulista in São Paulo. Zuvor fuhr der 80-Jährige bei strahlendem Sonnenschein auf einem Lautsprecherwagen an der weltbekannten Copacabana in Rio de Janeiro entlang.
Zur Story