International
USA

Harris gegen Trump: Das sind die Reaktionen auf die US-TV-Debatte

People watch the presidential debate between Republican presidential nominee former President Donald Trump and Democratic presidential nominee Vice President Kamala Harris, Tuesday, Sept. 10, 2024, at ...
Die Debatte zwischen Donald Trump und Kamala Harris sorgt für Gesprächsstoff.Bild: keystone

«Drei gegen einen»: Republikaner wettern nach TV-Debatte gegen ABC-Moderatoren

Die TV-Debatte zwischen Kamala Harris und Donald Trump ist vorüber. Während das Harris-Lager die Performance ihrer Kandidatin feiert, beschweren sich Trump-Anhänger über die ihrer Meinung nach unfaire Moderation – hier sind einige Reaktionen.
11.09.2024, 08:3911.09.2024, 14:23

Taylor Swift

Als eine der ersten meldete sich US-Superstar Taylor Swift nur kurz nach Ende der Debatte zu Wort. Auf Instagram gab sie bekannt, dass sie Kamala Harris ihre Stimme geben würde.

Sie kritisierte unter anderem Trump, da dieser mit KI-Fotos von ihr Wahlkampf gemacht hatte, die suggerierten, sie würde ihn unterstützen. Auch deshalb wolle sie jetzt Stellung beziehen. Zudem erachtet Swift Harris' Stil als besser für die USA, da sie das Land zu einen und nicht zu spalten versuche.

Mehr Details zu Swifts Stellungnahme gibt es hier:

Donald Trump

Donald Trump reagierte bereits selbst auf die Debatte. Nach dem Ende tauchte er bald zur Nachbesprechung beim ihm wohlgesinnten Fox News auf. Obwohl er seine Performance zuerst über alle Massen lobte («Meine beste Debatte jemals»), fühlte er sich auch genötigt, seine Leistung zu verteidigen. Es sei zudem unfair gewesen, wie die Debatte moderiert worden war. Die Moderatoren David Muir und Linsey Davis seien parteiisch gewesen, er habe «alleine gegen drei Personen» gekämpft, so Trump.

Sean Hannity und Vivek Ramaswamy

Zuvor machten Fox-Moderator Sean Hannity und der ebenfalls zum Trump-Lager gehörende Vivek Ramaswamy bereits dieselben Vorwürfe an die ABC-Moderatoren. Diese hatten während der Debatte mehrfach Falschaussagen von Trump korrigiert. Harris hingegen wurde nach Sichtweise von Trump-Unterstützern mit Samthandschuhen angefasst.

epa11597477 Conservative talk show host Sean Hannity speaks to members of the media ahead of the presidential debate between former US President Donald Trump and current Vice President Kamala Harris i ...
Fand die ABC-Debatte unfair: Fox-Moderator Sean Hannity.Bild: keystone

Hier geht es zu unserer Debattenzusammenfassung:

Kamala Harris

Kamala Harris hingegen schien den Blick schnell nach vorne zu richten. An einem Event nach der Debatte, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann Doug Emhoff erschien, sagte sie:

«Wir müssen in Pennsylvania gewinnen und wir werden in Pennsylvania gewinnen!»

Die TV-Debatte fand in Philadelphia statt, der grössten Stadt des enorm wichtigen Swing States Pennsylvania.

Zudem erklärte sie erneut, was sie während der Debatte schon mehrfach angesprochen hatte: Dass ihre Kampagne sich darum drehe, die Leute zusammenzubringen und man die Spaltung überwinden wolle.

Bette Midler

Die US-Schauspielerin Bette Midler kommentierte bereits während der Debatte sarkastisch, was Donald Trump über seine Beziehung zu autoritären Staatsoberhäuptern sagte.

Harris hatte während der Debatte gesagt, dass Staatsoberhäupter rund um die Welt über Trump lachen würden. Trump entgegnete, dass er beispielsweise ein gutes Verhältnis zu Wolodymyr Selenskyj, Wladimir Putin und Viktor Orbán habe und, dass er den Krieg in der Ukraine problemlos beenden könne.

Tim Walz

Harris' Running Mate Tim Walz zeigte sich hocherfreut über die Performance, die seine Wahlkampfpartnerin ablieferte. Sie habe den USA gezeigt, dass sie bereit sei, Amerikas neue Anführerin zu werden.

Zudem schrieb Walz auf X, es sei offensichtlich gewesen, dass auf der Bühne heute Nacht nur eine Person gestanden habe, welche das Rüstzeug habe, um Präsidentin zu sein.

Barack Obama

Ganz ähnlich äusserte sich Ex-Präsident Barack Obama. Es sei heute Nacht augenscheinlich gewesen, wer eine Vision und die Kraft, das Land nach vorne zu bringen, habe. Harris werde eine Präsidentin für alle Amerikaner sein.

J.D. Vance

Trumps Running Mate hingegen kommentierte weniger den Verlauf der Debatte, als dass er in den sozialen Medien weiter gegen Harris austeilte. Donald Trump habe recht gehabt während der Debatte – Kamala Harris' Inkompetenz würde die Welt in den dritten Weltkrieg führen.

Elon Musk

Unterstützung bekam Trump auch erneut von Tech-Milliardär Elon Musk. Selbst dieser würdigte aber Harris' Performance – sie habe die Erwartungen der meisten Leute übertroffen.

Musk ging aber schnurstracks zur Kritik über: Er sei nach wie vor der Ansicht, dass Trump einen weitaus besseren Job machen würde, sobald es darum geht, nicht nur «schön klingende Worte» zu sagen.

Zudem wiederholte er, was Donald Trump in seinem Abschlussstatement während der Debatte bereits erwähnt hatte: Wenn Harris Grosses leisten könne, müsse man sich fragen, weshalb sie es bisher – als Vizepräsidentin – nicht schon getan habe.

(con)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
4 Tote nach Explosion auf kanadischem Militärstützpunkt
Auf einem Militärstützpunkt in der kanadischen Provinz Alberta hat sich ein schwerer Zwischenfall ereignet. Dabei kamen vier Menschen ums Leben, weitere wurden verletzt.
Bei einem Brand auf dem Militärstützpunkt Wainwright in Kanada sind nach Angaben von Premierminister Mark Carney vier Menschen gestorben. Dutzende hätten schwere Verletzungen erlitten, sagte Carney. Ein «heftiges, schnell rasendes Feuer» habe sich am Samstag auf dem Stützpunkt in der Provinz Alberta ausgebreitet. Carney sprach von einer der «schlimmsten Tragödien» für die Armee auf kanadischem Boden in Friedenszeiten. Er ordnete an, dass die Fahnen an Bundesgebäuden auf halbmast gesetzt werden.
Zur Story