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Taiwan spricht von Propaganda nach Bomber-Video aus China

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Chinesische Jets an der grossen Militärparade von Xi Jinping im September.Bild: keystone

Taiwan spricht von Propaganda nach Bomber-Video aus China

Pekings Militär hat mit Bombern und simulierten Präzisionsschlägen einen Angriff auf Taiwan geübt. Taiwan spricht von Propaganda.
27.10.2025, 07:3828.10.2025, 01:48
Ein Artikel von
t-online

China hat mit einem Militärmanöver nahe Taiwan einen Angriff auf die Insel simuliert, wie staatliche chinesische Medien am späten Sonntag (Ortszeit) berichteten. Die Aktion wurde nur wenige Tage vor einem geplanten Treffen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump in Südkorea bekannt gegeben.

Demnach übten Einheiten des Militärs Luftblockaden und Präzisionsschläge. Mehrere strategische H-6K-Bomber seien in die Gewässer und den Luftraum um die Insel Taiwan geflogen, um «simulierte Gefechtsübungen» zu absolvieren. In einem von den Staatsmedien verbreiteten Video behauptet ein Pilot, die Küste Taiwans sei «deutlich zu erkennen».

Taiwan spricht von Propaganda
Taiwans Verteidigungsministerium wies die Darstellung als «psychologische Einschüchterung und Propaganda» zurück. In dessen jüngsten Tagesberichten über chinesische Flugbewegungen wurden keine ungewöhnlichen Aktivitäten erwähnt.

Trump und Xi wollen sich am Rande eines regionalen Gipfels in Südkorea treffen, um über ihren Handelsstreit zu beraten. US-Aussenminister Marco Rubio sagte am Sonntag (Ortszeit), Taiwan müsse sich über die Gespräche keine Sorgen machen.

US Secretary of State Marco Rubio speaks to the media after visiting the Civil-Military Coordination Center in southern Israel, Friday, Oct. 24, 2025. (Fadel Senna/Pool Photo via AP)
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Beschwichtigt Taiwan: US-Aussenminister Marco Rubio.Bild: keystone

USA hat sich zur Verteidigung Taiwans verpflichtet

Das taiwanische Verteidigungsministerium, das täglich über chinesische Militäraktivitäten berichtet, hatte zuletzt keine ungewöhnlichen Vorkommnisse gemeldet. Die USA haben sich zur Sicherung der Verteidigungsfähigkeit Taiwans verpflichtet, unterhalten aber keine formellen diplomatischen Beziehungen zu der Insel.

Die Regierung in Peking betrachtet das demokratisch regierte Taiwan als abtrünnige Provinz und droht mit einer Eroberung. Zuletzt hatte ein hoher chinesischer Beamter eine «friedliche Wiedervereinigung» gefordert.

Der taiwanische Präsident Lai Ching-te betonte hingegen in einem Interview, Frieden müsse auf Stärke beruhen. «Wir können uns nicht der Illusion hingeben, dass eine Vereinbarung auf einem Stück Papier Frieden schaffen kann», sagte er. China lehnt Gespräche mit Lai ab und bezeichnet ihn als «Separatisten».

Taiwan's President William Lai Ching-te delivers a speech during the Ketagalan Forum' G2025 Indo-Pacific Security Dialogue in Taipei, Taiwan, Tuesday, Aug. 5, 2025. (Chiang Ying-ying)
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Der taiwanische Präsident Lai Ching-te.Bild: keystone

Trump reist zunächst nach Japan, dann Südkorea

Trump hat den ersten Stopp seiner mehrtägigen Asien-Reise, Malaysia, in Richtung Japan verlassen. Die Präsidentenmaschine Air Force One startete am Montagmorgen gegen 10.10 Uhr (Ortszeit) in Kuala Lumpur und soll im Laufe des Tages in der japanischen Hauptstadt Tokio ankommen. In Japan sind Gespräche mit der neuen japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi geplant.

Nach Abschluss seines Besuchs in Japan wird der US-Präsident am Mittwoch in Südkorea erwartet, wo der Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) stattfindet, wo es am Donnerstag zur ersten persönlichen Begegnung mit Präsident Xi seit Trumps Wiedereinzug ins Weisse Haus kommen soll.

Zum Auftakt seines ersten Asien-Besuchs seit Beginn seiner zweiten Amtszeit war Trump am Sonntag in Malaysia eingetroffen. Dort nahm er am Gipfel der Vereinigung südostasiatischer Staaten (Asean) teil und wohnte der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen Thailand und Kambodscha bei. Zahlreiche Treffen mit Staats- und Regierungschefs standen ebenfalls auf dem Programm.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
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