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Trump will Ex-Verteidiger Blanche definitiv zum Justizminister machen

Trump will seinen Ex-Verteidiger Blanche definitiv zum Justizminister machen

04.06.2026, 08:1104.06.2026, 08:11

US-Präsident Donald Trump will seinen früheren persönlichen Anwalt und jetzigen Interims-Justizminister Todd Blanche dauerhaft zum Ressortchef machen. Er werde die formelle Nominierung am Donnerstag auf den Weg bringen, sagt Trump in einem vom stellvertretenden Stabschef im Weissen Haus, Dan Scavino, auf der Plattform X veröffentlichten Video.

Acting Attorney General Todd Blanche testifies before the House Appropriations Committee, Tuesday, June 2, 2026 in Washington. (AP Photo/Allison Robbert)
Congress Blanche
Trumo will, dass Todd Blanche definitiv Justizminister wird.Bild: keystone

Der US-Senat, in dem Trumps Republikaner die Mehrheit haben, muss die Personalie bestätigen. Dabei könnte es auch Widerstand in den Reihen der Partei des Präsidenten geben.

Anfang April hatte Todd Blanche das Amt nach der Absetzung der Justizministerin und Trump-Vertrauten Pam Bondi kommissarisch übernommen. Als Gründe für die Entlassung gelten Bondis Führungsstil und ihr Umgang mit den Akten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Blanche war zuvor stellvertretender Justizminister und gilt als loyaler Unterstützer Trumps. Im Mai erzielte er für den US-Präsidenten eine äusserst umstrittene Einigung mit der US-Steuerbehörde, wonach frühere Steuererklärungen Trumps und seiner Familie nicht mehr überprüft werden dürfen und auch mit ihm verbundene Unternehmen und Stiftungen eine Art Generalamnestie ausgesprochen bekamen.

Auf Kritik stiessen im US-Senat auch die Pläne für einen Entschädigungsfonds für angebliche Opfer politisch motivierter Strafverfolgung, die Trump kurzfristig über Blanche und das Justizministerium vorangetrieben hatte. Republikaner äusserten erhebliche Bedenken. Das Vorhaben wurde schliesslich verworfen.

Blanche war einst Staatsanwalt in New York und später ein persönlicher Anwalt Trumps. Vor der Wiederwahl des Republikaners gehörte er zu dessen Verteidigerteam im New Yorker Strafverfahren um die unrechtmässige Verbuchung von Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin. (dab/sda/dpa)

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Gurgelhals
04.06.2026 08:36registriert Mai 2015
Um das wieder mal in Relation zu setzen:

- Der Tropfen, der damals bei Nixon das Fass zum Überlaufen brachte, war der, dass er aktiv in die Abläufe des Justizministeriums eingriff, um die Watergate-Ermittlungen zu behindern.

- Als Ex-Präsident Clinton 2016 auf einem Flugfeld kurz zum Jet der damaligen Justizministerin rüber ging um hallo zu sagen, machten GOP und Medien (die hier nun alle gleichgültig mit den Schultern zucken) daraus einen Riesenskandal, weil er damit sowas von garantiert die damals laufenden Ermittlungen zu Hillarys "But Her Emails"-Pseudo-Affäre zu beeinflussen versuchte.
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