Comedian Seth Meyers zerpflückt Donald Trump und seine «Intelligenztests»
US-Präsident Donald Trump brüstet sich dieser Tage immer wieder damit, wie körperlich und geistig fit er sei. Er lässt kaum eine Gelegenheit aus, um zu erwähnen, dass er als erster und einziger Präsident medizinische und kognitive Tests über sich ergehen lasse – welche er eigenen Aussagen zufolge natürlich immer mit Bravour besteht.
Besonders stolz ist Trump vor allem auf die von ihm absolvierten «Intelligenztests», wie er sie selbst bezeichnet. Vier davon hat er bereits hinter sich. Trump wird nicht müde, zu erzählen, wie schwierig die Tests seien. Und auch nicht, dass er trotzdem jedes Mal ein perfektes Resultat erzielt hätte. Das zeuge nachweislich von «extremer Intelligenz», so der 79-Jährige. Der Comedian und Late-Night-Show-Moderator Seth Meyers hat davon eine etwas andere Auslegung:
Schon länger ist bekannt, dass der Test, mit dem Trump ständig prahlt, eigentlich kein Intelligenz-Test, sondern ein Demenztest ist. Der US-Präsident hat mehrmals die darin vorkommenden Fragen und Aufgaben beschrieben – und sie passen genau zum sogenannten «Montreal Cognitive Assessment» (MoCA).
Dieses dient zur Erkennung leichter kognitiver Beeinträchtigungen und eines Leistungsabfalls. Das MoCA ist ein einseitiger Test bestehend aus verschiedenen Fragen und Antworten, bei denen eine maximale Punktzahl von 30 erreicht werden kann. Auch das passt genau auf Trumps Erzählungen, laut welchen er bei seinen «Intelligenztests» jedes Mal ein perfektes Ergebnis von 30 Punkten erreicht habe.
In seiner Late-Night-Show hat der Comedian Seth Meyers nun argumentiert, dass dies nicht wirklich ein Grund zum Prahlen sei.
Ausserdem sei es kein gutes Zeichen, dass Trump in so kurzer Zeit bereits viermal für den Test aufgeboten worden sei. «Das heisst, wer auch immer ihn testet, traut dem Resultat nicht», so Meyers. (lzo)
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