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F-35-Kampfjet: Mehrheit der Flieger in den USA nicht einsatzbereit

epa12531956 The US F35 performs during the flying displays as part of Dubai Airshow 2025 at Dubai World Central - Al Maktoum International Airport, in Jebel Ali, Dubai, United Arab Emirates, 17 Novemb ...
Eine F-35 bei einer Flugshow in Dubai 2025.Bild: keystone

Drei Viertel aller F-35-Kampfjets in den USA sind nicht einsatzbereit

18.06.2026, 11:5918.06.2026, 11:59

Der F-35-Kampfjet des Rüstungsunternehmens Lockheed Martin sorgt weiterhin für Schlagzeilen, nicht nur in der Schweiz. Gemäss einem jüngst veröffentlichten Bericht des US-Rechnungshofs (GAO) sind aktuell lediglich 25 Prozent aller F-35-Jets in den USA einsatzfähig im Sinne, dass diese in der Lage wären, alle zugewiesenen Missionen zu erfüllen. Dies schreibt das deutsche Online-Magazin «Telepolis».

Eine weitere Zahl, die aus dem Bericht hervorgeht und dem Kampfjet nicht gerade schmeichelt, ist die sogenannte Einsatzrate. Diese zeigt auf, wie oft ein Flieger im Einsatz zumindest eine seiner zugewiesenen Missionen erfüllen konnte. Während dies 2021 noch bei 68 Prozent der Einsätze der Fall war, sank auch diese Zahl nun auf 44 Prozent.

Insbesondere im Bereich der Wartung zeigen sich erhebliche Mängel, so soll es an Ersatzteilen für den Flieger mangeln. Ausserdem gebe es Softwareprobleme und einen Reparaturrückstau. Auch mit Korrosionsproblemen, also Materialschäden durch Feuchtigkeit, Salz und Chemikalien, hätten die Behörden zu kämpfen.

Kosten sollen sich bereits mehr als verdoppelt haben

Als Reaktion auf den Bericht gab das F-35-Programm des Verteidigungsministeriums bekannt, weitere 14 Milliarden US-Dollar in eine aktualisierte Wartungsstrategie zu investieren. Dies soll dazu führen, dass bis 2030 eine Einsatzbereitschaft von 80 Prozent sowie eine vollständige Einsatzfähigkeit von 65 Prozent erreicht werde, wie Telepolis schreibt.

Dan Grazier ist Leiter des Programms für nationale Sicherheitsreformen am Stimson Center, einem US-amerikanischen Think Tank, der sich mit Fragen der internationalen Sicherheit, Aussenpolitik und globalen Konflikten beschäftigt. Gegenüber «Telepolis» spricht er davon, dass die ursprünglich veranschlagten Kosten sich bereits mehr als verdoppelt hätten: «Nach 25 Jahren Entwicklung sollte jedem klar sein, dass die F-35 schlicht ein fehlerhaftes Konzept ist.»

Verteidigungsministerium plant, Ausgaben zu erhöhen

Die Kosten für das Kampfflugzeug über den gesamten Lebenszyklus der Flieger gerechnet würden sich aktuell, ohne die nun zusätzlichen 14 Milliarden, bereits auf 2 Billionen Dollar beziffern lassen, wie das US-Onlinemedium «Responsible Statecraft» schreibt.

Trotz der Negativ-Schlagzeilen setzt das Verteidigungsministerium weiterhin auf die Kampfjets. So hat das Pentagon für das Haushaltsjahr 2027 rund 21 Milliarden Dollar für insgesamt 85 neue F-35-Jets und alle damit verbundenen Kosten beantragt, beinahe doppelt so viel wie im Haushaltsjahr 2026.

(jul)

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