Madonna räumt bei MTV Video Music Awards ab – Taylor Swift gewinnt Spezialpreis
Superstar Madonna hat die Verleihung der MTV Video Music Awards (VMA) mit einem fetzigen Auftritt zu einem Medley von ihrem Album «Confessions on a Dance Floor II» eröffnet. Zum Auftakt der Preisgala in Los Angeles holte sie Dutzende Sänger und Tänzer auf die Bühne. Sabrina Carpenter und die Queen of Pop sangen ihren Duett-Song «Bring Your Love». Mit Charli XCX debütierte Madonna die gemeinsame Aufnahme «Danceteria Afterhours» mit dem Refrain «Everybody get up and dance».
Damit stand die 68 Jahre alte Pop-Ikone erstmals nach 23 Jahren wieder singend auf der VMA-Bühne. 2003 sorgte sie bei einem Live-Auftritt gemeinsam mit Britney Spears und Christina Aguilera für weltweite Schlagzeilen, als sie ihren jüngeren Kolleginnen Zungenküsse gab. Damals präsentierte Madonna ihren Song «Hollywood». Seitdem war die Sängerin vereinzelt auf die VMA-Bühne zurückgekehrt, jedoch ohne musikalische Darbietung.
Superstar Madonna räumte bei der Gala die meisten Trophäen ab. Die 68-Jährige war mit 13 Nominierungen als Favoritin im Rennen gegangen und holte am Ende sieben Preise, darunter als Künstlerin des Jahres, für ihre Zusammenarbeit mit Sabrina Carpenter an dem Song «Bring your Love» und in Sparten wie Kamera, Tanz und Album für ihr Musikvideo «Confessions II - The Film».
Madonna führt die Verleihung der VMA in diesem Jahr mit insgesamt 13 Nominierungen an, etwa in den Sparten Video («Confessions II – The Film»), Künstler und Song des Jahres («Bring Your Love»). Pop-Superstar Taylor Swift (36) folgt mit 11 Nominierungen. Madonna hatte im Juli mit «Confessions on a Dance Floor II» erstmals seit 2019 wieder ein Studioalbum herausgebracht und damit die Charts erobert.
Taylor Swift (36) hat ihre Trophäensammlung weiter vergrössert. Bei der Vergabe der MTV Video Music Awards (VMAs) in Los Angeles nahm die Pop-Ikone sichtlich stolz den neuen Sonderpreis für Regiearbeit entgegen. In den letzten 20 Jahren habe sie rund 60 Musikvideos gemacht, von denen sie 18 selbst geschrieben und inszeniert habe, betonte Swift. Sie würde es «wirklich lieben», bei Musikvideos Regie zu führen.
Mit dem neuen «Artist Director Honors»-Preis sollen bahnbrechende Künstler gewürdigt werden, deren Schaffen hinter der Kamera die Möglichkeiten für Musikvideos und für visuelles Erzählen erweitert habe, hiess es zuvor in einer Mitteilung des Senders MTV.
Swift hat zudem bei der Verleihung der MTV Video Music Awards (VMA) die begehrte Trophäe für das Video des Jahres gewonnen. In der Top-Sparte setzte sich Swift mit «The Fate of Ophelia» gegen Madonna, Ariana Grande, Bruno Mars, Sabrina Carpenter und Gener8ion mit Rapper Yung Lean durch.
Die Sängerin widmete ihren Preis der im August gestorbenen Country-Ikone Dolly Parton. Parton sei das «ultimative Showgirl» gewesen, sagte Swift in ihrer Dankesrede am Ende der Trophäenshow in Los Angeles. Sie holte auch die VMA-Trophäe in der Sparte «Beste Regie» für den Song «Opalite». Zudem wurde die Pop-Ikone mit einem neuen Sonderpreis («Artist Director Honors») für Regiearbeit geehrt.
Bei der Vergabe der MTV Video Music Awards war Swift in der Vergangenheit schon sieben Mal für «Beste Regie» nominiert und holte allein in dieser Sparte vier Preise.
Nach der Verleihung des Sonderpreises feierte Swifts Musikvideo zu ihrem neuen Song «Patient Zero» Weltpremiere, als es während der Show gezeigt wurde. Das Lied handelt von einer toxischen Beziehung. Die Hollywood-Stars Dakota Johnson und Colin Farrell treten in dem Video als streitendes Liebespaar auf. Johnson, die Swift den Preis überreichte, pries die Musikerin als visionäre Geschichtenerzählerin.
Preise gingen unter anderem auch an Sienna Spiro (Beste neue Künstlerin), Lisa (Best Pop), BTS (Song des Jahres, K-Pop, Beste Gruppe) und Ariana Grande für «hate that i made you love me» als Song des Sommers.
Die Trophäen-Show in Los Angeles wurde erstmals von Rapper Snoop Dogg moderiert. Die Preise werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen. Die Trophäen stellen eine Astronautenfigur dar, die eine MTV-Fahne in der Hand hält.(sda/dpa/her)
