International
USA

Olaf Scholz erinnert Trump an «die Unverletzlichkeit von Grenzen»

German Chancellor Olaf Scholz gives a statement at the chancellery in Berlin, Germany, Wednesday, Jan. 8, 2025. (AP Photo/Markus Schreiber)
Olaf Scholz betont die «Unverletzlichkeit der Grenzen» in einem Pressestatement.Bild: keystone

Olaf Scholz warnt Trump: «Die Unverletzlichkeit von Grenzen gilt für jedes Land»

In einem spontanen Pressestatement in Berlin hat Olaf Scholz in Richtung Donald Trumps das «Prinzip der Unverletzlichkeit von Grenzen» betont. Dies gelte für grosse wie kleine Länder, auch die USA.
08.01.2025, 16:4217.01.2025, 12:43
Julian Seiferth / t-online
Ein Artikel von
t-online

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat angesichts der jüngsten Äusserungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump zu US-Ansprüchen auf Grönland vor gewaltsamen Grenzverschiebungen gewarnt.

«Das Prinzip der Unverletzlichkeit von Grenzen gilt für jedes Land – egal ob es im Osten von uns liegt oder im Westen», sagte Scholz am Mittwoch in einem kurzfristig anberaumten Pressestatement in Berlin. «Und daran muss sich jeder Staat halten, egal ob es ein kleines Land ist oder ein sehr mächtiger Staat.»

Er habe sich mit europäischen Kolleginnen und Kollegen über das Thema ausgetauscht, dabei sei «ein gewisses Unverständnis deutlich geworden, was aktuelle Äusserungen aus den USA angeht».

Trump schliesst Militäreinsätze nicht aus

Am Dienstag hatte Trump bei der Pressekonferenz US-Militäreinsätze bei seinen Expansionsplänen hinsichtlich des Panamakanals und Grönlands nicht ausgeschlossen. «Ich kann mich nicht darauf festlegen», antwortete Trump auf die Frage, ob er eine militärische Aktion diesbezüglich ausschliesse. «Es kann sein, dass man etwas tun muss.»

Trump hatte während der Pressekonferenz unter anderem erklärt, er wisse nicht, ob Dänemark ein Anrecht auf Grönland habe. Selbst wenn dem so sein sollte, sollte das Königreich dieses zugunsten der USA aufgeben. «Wir brauchen es für die nationale Sicherheit», so Trump.

Bei Kanada, das Trump in den vergangenen Tagen mehrfach als neuen US-Bundesstaat bezeichnet hatte, schloss er wirtschaftlichen Druck nicht aus.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Das ist eine Ohrfeige für mich und alle afghanischen Frauen»
Das Schweizer Parlament berät aktuell darüber, wie das Asylrecht von Afghaninnen in der Schweiz gelockert werden könnte. Die deutsch-afghanische Frauenrechtlerin Jacqueline Ahmadi hat dafür kein Verständnis.
«Ich sehe eine Burka als Gefängnis»: Das sagt Jacqueline Ahmadi, eine afghanisch-deutsche Anwältin. «Frauen, die in eine Burka gezwungen werden, sind wie Vögel, die nicht fliegen können», sagt Ahmadi im Interview mit der «NZZ am Sonntag».
Zur Story