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Grönland und Panama-Kanal: Trump schliesst Militäreinsatz nicht aus

President-elect Donald Trump speaks during a news conference at Mar-a-Lago, Tuesday, Jan. 7, 2024, in Palm Beach, Fla. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald Trump
Donald Trump sprach am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago.Bild: keystone

Grönland und Panama-Kanal: Trump schliesst Militäreinsatz nicht aus

07.01.2025, 18:4807.01.2025, 19:01

Der künftige US-Präsident Donald Trump schliesst den Einsatz des Militärs nicht aus, um Kontrolle über den Panama-Kanal oder Grönland zu erlangen. Auf die Frage eines Journalisten, ob er der Welt versichern könnte, keinen militärischen oder wirtschaftlichen Zwang anzuwenden, sagte Trump: «Nein.» Er werde sich darauf nicht festlegen, betonte der Republikaner, der am 20. Januar wieder ins Weisse Haus einziehen wird. Es könne sein, dass man «etwas tun müsse». Trump sprach bei einer Pressekonferenz in seinem Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida.

Trump hatte zuvor die Durchfahrtgebühren am Panama-Kanal als «höchst ungerecht» bezeichnet. Er forderte, die Kontrolle der Wasserstrasse an die USA zurückzugeben, falls diese nicht fair behandelt würden. Der Kanal – eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt – wurde im frühen 20. Jahrhundert von den USA gebaut und lange kontrolliert, bevor die Verwaltung schrittweise an Panama überging. «Der Panama-Kanal ist lebenswichtig für unser Land. Er wird von China betrieben», beklagte Trump in Mar-a-Lago.

Donald Trumps Sohn derzeit auf Grönland unterwegs

Auch an der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland hatte Trump mehrfach Interesse geäussert. Im Dezember liess er wissen: «Im Interesse der nationalen Sicherheit und der Freiheit in der Welt sind die USA der Ansicht, dass der Besitz und die Kontrolle von Grönland eine absolute Notwendigkeit sind.» Aktuell besucht Trumps Sohn Donald Trump Jr. die Insel – offiziell ist die Reise privater Natur. Trump behauptete nun bei der Pressekonferenz, dass man nicht einmal wisse, ob Dänemark überhaupt einen Rechtsanspruch auf Grönland habe. «Aber wenn ja, sollten sie ihn aufgeben, denn wir brauchen (Grönland) für die nationale Sicherheit.» (hkl/sda/dpa)

Trump Jr. trifft in Grönland ein

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Trump Jr. trifft in Grönland ein
Donald Trump Jr. posiert für Fotos nach seiner Ankunft in Nuuk.
quelle: keystone / emil stach
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285 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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MainAccount
07.01.2025 18:56registriert Oktober 2020
Ist leider genau das wofür die Mehrheit der amerikanischen Stimmberechtigten gewählt hat.
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Clife
07.01.2025 19:04registriert Juni 2018
Was Geld doch mit einem Menschen machen kann…wir sind tatsächlich an einem Punkt, wo Kapitalismus und Liberalismus nicht mehr funktioniert. Eigenverantwortung will ich gar nicht erst anfangen. Wir können uns noch so sehr darüber beschweren, solange weltweit die Bildung fehlt, wird das so weitergehen.
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Amadeus
07.01.2025 19:15registriert September 2015
Der nächste Präsident der USA überlegt sich, ob er souveräne Nationen angreifen soll. Und die Rechtspopulisten und Putinfreunde finden wohl immer noch, das sei doch gar nicht so schlimm.
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