US-Geologiebehörde rechnet mit erheblicher Zerstörung und Tausenden Toten
Zwei sehr starke Erdbeben haben Venezuela erschüttert. Die US-Geologiebehörde USGS rechnet mit erheblichen Zerstörungen und Tausenden Toten.
Auf Grundlage einer automatischen Modellrechnung, die die Stärke des Bebens sowie die Nähe dicht besiedelter Gebiete berücksichtigt, schätzt sie die Zahl möglicher Todesopfer auf 10'000 bis 100'000. Allein in den vergleichsweise nahe gelegenen Städten Puerto Cabello und San Felipe leben nach Angaben des USGS mehr als 400'000 Menschen.
Die Behörde rief wegen der erwarteten Todesopfer und wirtschaftlichen Schäden die höchste Alarmstufe Rot aus. Die Auswirkungen der Katastrophe dürften sich über ein grosses Gebiet erstrecken, teilte sie mit. Frühere Ereignisse derselben Kategorie hätten bereits nationale oder internationale Hilfseinsätze erforderlich gemacht.
Die US-Erdbebenwarte meldete Magnituden von 7,2 und 7,5. Damit gehören die beiden Erdbeben zu den stärksten des laufenden Jahres weltweit.
Ersten Erkenntnissen zufolge sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen und rund 700 weitere verletzt worden. Das sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez.
«Wir haben es mit einer äusserst alarmierenden Situation zu tun», sagte Innenminister Diosdado Cabello im Fernsehen. Das Beben sei in mindestens sieben Bundesstaaten sowie in Caracas zu spüren gewesen. (hkl)
