Mehrere Tote bei Schusswaffenvorfall in Montreal
Bei einem Schusswechsel in der kanadischen Grossstadt Montreal sind drei Menschen getötet worden. Neben einem Polizisten und einem Zivilisten sei auch der mutmassliche Angreifer unter den Toten, teilte die Polizei mit. Ausserdem gebe es zwei Verletzte, darunter eine Polizistin.
Es sei ein «Alptraum», dessen Hintergründe noch offen seien. Ein terroristisches Motiv schlossen die Ermittler aus. Weitere Verdächtige in dem Fall gebe es nicht.
C’est avec une immense tristesse que nous confirmons le décès de l’un de nos policiers dans l’exercice de ses fonctions. D’autres détails suivront. pic.twitter.com/2KX1DFIXuY
— Police Montréal (@SPVM) June 22, 2026
Die Schüsse fielen nach bisherigen Erkenntnissen am Montagmittag (Ortszeit) an einem Hotel im Viertel Côte-des-Neiges. Die Polizei warnte vor einem «bewaffneten und gefährlichen Verdächtigen» und rief dazu auf, die Gegend zu meiden. Die Beamten seien bei ihrer Ankunft am Tatort unter Beschuss geraten, sagte der Polizeisprecher. Daraufhin rückten gepanzerte Fahrzeuge und schwer bewaffnete Einheiten der Polizei an.
Seit 24 Jahren sei kein Polizist mehr im Einsatz getötet worden, sagte der Sprecher. Die bei dem Einsatz angeschossene Polizistin schwebe nicht mehr in Lebensgefahr.
Medienberichten zufolge soll der Täter eine Art Manifest verfasst haben. Das Dokument enthielt demnach hasserfüllte Sprache, die typisch für die sogenannte Incel-Bewegung ist - eine antifeministische Online-Community, die archaische Rollenbilder und frauenfeindliche Narrative propagiert. Eine Bestätigung der Sicherheitsbehörden gab es dafür zunächst nicht. (sda/dpa)
